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Schon wieder wurde eine Regenbogenflagge gestohlen. - © (Symbolbild: Pixabay)
Schon wieder wurde eine Regenbogenflagge gestohlen. | © (Symbolbild: Pixabay)

Kreis Herford kompakt am 29. November 2022 Homophobe Diebe und verärgerte Anwohner

Die meistgeklickten lokalen Schlagzeilen plus Corona, Wetter und die Informationen aus der Nachbarschaft: Alles Wichtige im schnellen Überblick.

Lena Kley
29.11.2022 | Stand 29.11.2022, 09:48 Uhr

Kreis Herford. Deutschland ist offenbar nicht so weltoffen, wie wir alle denken. Anders ist es nicht zu erklären, dass immer wieder Regenbogenflaggen gestohlen oder sogar angezündet werden.

Angefangen hatte das im Kreis Herford schon 2021. Im Juni, dem sogenannten Pride Monat, wird jedes Jahr die Vielfalt der Liebe gefeiert. Aus dem Grund hatten nicht nur Unternehmen als Solidarität mit der LGBTQ-Community die Regenbogenflagge gehisst - auch Schulen hatten sich beteiligt.

Sowohl in Bünde als auch in Enger hatten offenbar Homophobe die gehissten Fahnen verbrannt. Das war auch in anderen Städten schon passiert. Im vergangenen Sommer hatten Unbekannte die Regenbogenflagge einer Herforder Kirche abgerissen, der Pfarrer fand nur noch den Rest. Die neue Flagge wurde vor kurzem, nur ein paar Monate später, erneut abgerissen - jetzt, wo die Debatte um das Stück Stoff wegen der Fußball-WM wieder Fahrt aufnimmt.

"Ich vermute, dass es in die Richtung einer Bekenntnisfrage geht“, erklärt der Pfarrer. Und dass die Fahne von Menschen abgerissen wurde, die ein Problem mit gleichgeschlechtlicher Liebe haben und denen die Regenbogenfahne ein Dorn im Auge ist.

Immer Müll im Graben

Abfall am Fahrbahnrand ist ein Ärgernis - doch wer direkt daneben wohnt, den nervt das Thema vermutlich noch ein klein bisschen mehr.

Anwohner in Herford haben ihrem Unmut jetzt auf andersartige Art und Weise Luft gemacht. Sie haben aus Einwegbechern, Schokoladenpapier und anderen alten Verpackungen eine Girlande gebastelt. NW-Redakteur Björn Kenter hat sich das gute Stück einmal angesehen.

Nachbarschaft

Der schönste Tag im Leben? Diese Frage beantworten viele Frauen mit der Geburt ihres Kindes. Doch die Freude über den Nachwuchs wird häufig getrübt, denn immer wieder erleben Frauen unter der Geburt Gewalt. So wird der schönste Tag im Leben zum Albtraum – mit fatalen Folgen. Die Erfahrungen können Frauen traumatisieren und die Mutter-Kind-Beziehung nachhaltig beeinflussen. All das erlebt auch Vanessa Zobel, als sie 2021 ihren Sohn Anton in einer Bielefelder Klinik zur Welt bringt.

Wetter

Das Wetter ist nichts für schwache Nerven. Wir werden morgens einem Sprühregen ausgesetzt, später fällt dann glücklicherweise nur leichter Regen. Die Temperaturen schwanken zwischen 6 und 8 Grad. Nachts soll es etwa 7 Grad warm werden, sodass wir voraussichtlich am Mittwoch nicht die Autoscheibe freikratzen müssen.

Corona

Der Inzidenzwert steigt am Dienstag auf 311,2, wie das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) mitteilt. Es sollen 349 neue Infektionen registriert worden sein.

Meistgelesen

1. Girlande der Schande: Herforder Anwohner sind von Rasern und Müll genervt: Viele Autofahrer scheinen die Straße als Abkürzung zu nutzen und sind zudem zu schnell unterwegs, obwohl die Durchfahrt von der Vlothoer Straße nicht erlaubt ist.

2. Was passiert mit den geschlossenen Geschäften „Foto Oehlmann“ in Kirchlengern und Minden?: Nach dem Tod des Inhabers sind immer noch viele Fragen offen. Zuletzte brummte im Laden in Kirchlengern der Online-Handel, aber: "Es ging sehr chaotisch zu".

3. Herforder Audifahrer fährt 116 km/h in der geschlossenen Ortschaft: Der Raser war zuvor bereits erwischt worden - und hatte nichts aus der Strafe gelernt.

Alle "Kreis-Herford-Kompakt"-Folgen finden Sie hier.

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