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WGE-Schüler und ihre Gäste aus Hessen, Spanien, England und Italien vor dem Widukind-Gymnasium. - © Mareike Patock
WGE-Schüler und ihre Gäste aus Hessen, Spanien, England und Italien vor dem Widukind-Gymnasium. | © Mareike Patock

Enger Erasmus-Programm: Schüler aus Europa sind zu Gast in Enger

Jugendliche aus Deutschland, England, Spanien und Italien informieren sich über Schule und Arbeitsmarkt in Deutschland. Warum das Projekt auch zur Friedensbildung beiträgt.

Mareike Patock
01.11.2019 | Stand 31.10.2019, 16:14 Uhr

Enger. Das Widukind-Gymnasium Enger (WGE) ist in dieser Woche Gastgeber für Schüler und Lehrer aus gleich mehreren europäischen Ländern. Das Projekt ist Teil des Erasmus-Programms der Europäischen Union, das die europäische Zusammenarbeit und den Austausch von jungen Menschen fördert. "Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt", sagt WGE-Lehrer Ralf Nauen. Neben dem WGE und einer hessischen Schule sind auch jeweils eine Schule aus England, Spanien und Italien dabei. Etwa alle zwei Monate treffen sich Lehrer und eine wechselnde Gruppe von Schülern an einer der teilnehmenden Schulen - mal in Deutschland, mal in England, Italien oder Spanien. "Ziel des Projekts ist es, den Schülern zu zeigen, was die Zukunft in Sachen Arbeit bringen kann", erklärt Ralf Nauen. Vorlesungen an der Uni besucht Am Sonntag waren die Schüler und die sie begleitenden Lehrer, die in Enger in Gastfamilien wohnen, angereist. Unter anderem haben die WGE-Schüler und ihre Gäste - insgesamt 45 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren - zum Beispiel die Uni in Osnabrück und in Bielefeld besucht. Während sich die eine Gruppe an der Hochschule in Bielefeld Vorlesungen anhören konnte, habe eine andere Gruppe die Handwerkskammer besucht und sich dort über verschiedene Berufe informiert, berichtet Nauen. Einer der ausländischen Schüler ist der 14-jährige Mateo aus Spanien. In zwei Jahren, so sagt er, werde er auf die Uni wechseln. "Vielleicht möchte ich Design studieren." Einen Einblick in ein ausländisches Schulsystem zu bekommen, findet er gut: In Spanien sei der Unterricht oft sehr theoretisch, sagt er. Hier sei er mehr praxisorientiert. "Das gefällt mir besser." Nach der Schule in Deutschland zu studieren, könne er sich gut vorstellen. Das sagen die Schüler zu dem Projekt Die 16-jährige Jasmina besucht die 11. Klasse des Widukind-Gymnasiums. Auch sie findet das Erasmus-Projekt gut: "Dadurch sieht man, welche Möglichkeiten man auch im Ausland hat." Das Austausch-Projekt trage auch zur "Friedensbildung" bei, sagt Nauen. "In Zeiten von Fake News und Populismus ist es ein Instrument, um zu zeigen, dass wir alle eine gemeinsame Basis haben." Und es fördert auch die kulturelle Bildung: Am Freitag, 1. November, geht es für die Schüler und ihre Lehrer nach Hannover: "Da blicken wir hinter die Kulissen der Staatsoper", berichtet Nauen.

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