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Im Schatten des Walnussbaumes: Auf dem Sattelmeierhof der Familie Ebmeyer stand Ralph Brinkhaus ganz entspannt Landfrauen, Landwirten, Vertreterinnen der Frauenunion und der Engeraner CDU Rede und Antwort. - © Martina Chudzicki
Im Schatten des Walnussbaumes: Auf dem Sattelmeierhof der Familie Ebmeyer stand Ralph Brinkhaus ganz entspannt Landfrauen, Landwirten, Vertreterinnen der Frauenunion und der Engeraner CDU Rede und Antwort. | © Martina Chudzicki

Kreis Herford CDU-Fraktions-Chef Ralph Brinkhaus auf Sommertour durch den Kreis Herford

Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion suchte in Löhne, Enger, Spenge, Kirchlengern und Herford das Gespräch mit den Bürgern. Dabei kamen zahlreiche strittige Themen zur Sprache.

Aus unseren Lokalredaktionen
09.08.2019 | Stand 09.08.2019, 18:06 Uhr

Kreis Herford. Zwei Tage lang nahm sich Ralph Brinkhaus Zeit, den Kreis Herford zu besuchen und mit den Menschen der Region ins Gespräch zu kommen. Aus gutem Grund, denn als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter des Kreises Gütersloh vertritt Brinkhaus nun auch die Interessen des Nachbar-Kreises Herford für die CDU in Berlin. Der bisherige CDU-Vertreter Tim Ostermann war bei der letzten Bundestagswahl nicht wiedergewählt worden. Seit Ende letzten Jahres ist Brinkhaus zudem Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dass er sich dennoch Zeit für eine Sommertour durch den Kreis Herford genommen habe, so betonte Tim Ostermann vom CDU-Kreisverband, sei deshalb umso bemerkenswerter. Unterwegs zwischen Tradition und Moderne In Enger und Spenge bewegte sich Ralph Brinkhaus zwischen Moderne und Tradition, genauer gesagt zwischen Edelstahl und Schweinestall. Zunächst besuchte er das Unternehmen Modersohn – weltweit gefragter Experte für Fassadenbefestigungssysteme, gleich darauf stellte er sich auf dem Sattelmeyerhof Ebmeyer in Enger den Fragen der Landfrauen des Kreises. Zuvor stattete der gebürtiger Wiedenbrücker dem Feuerwehrmuseum Häver in Kirchlengern einen Besuch ab, besichtigte das Löhner Unternehmen Kemena und diskutierte am Abend im Herforder Denkwerk mit zahlreichen Gästen. "Carsten Linnemann hat die Finger in die Wunde gelegt" Dort wollte Ralph Brinkhaus nur zu einem der beiden aktuellen Aufregerthemen in OWL äußern. Zum Fall Clemens Tönnies und den rassistischen Äußerungen des Schalke-Aufsichtsratsbosses sagte er lediglich, dass er Fan des FC Köln sei. Deutlicher der Fraktionsvorsitzende zum Umgang mit seinem Parteikollegen Carsten Linnemann. Der Paderborner hatte eine Debatte ausgelöst, weil er eine Vorschulpflicht für Kinder gefordert hatte, die kaum oder gar kein Deutsch sprechen und verstehen. In diesem Zusammenhang übte Brinkhaus Kritik an den Medien. Diese hätten die Aussage von Linnemann zusammengedampft und aus dem Kontext gerissen. Die Schlagzeilen im Internet klangen, als ob Linnemann ein komplettes Grundschulverbot gefordert habe. „Er hat die Finger in die Wunde gelegt und auf ein wichtiges Problem hingewiesen", sagte Brinkhaus. Sprachstandserhebungen sollen schon in Kindergärten gemacht werden, sodass vor der Einschulung mögliche Fördermaßnahmen erfolgen können. Beim Fleischkonsum ist jeder einzelne gefragt Bei seinen weiteren Besuchen kamen auch weitere Themen auf die Tagesordnung. In Kirchlengern warnte Brinkhaus vor einem Aufflammen des Nordirland-Konflikts in Folge eines ungeordneten Bexits und verteidigte die Personalien Annegret Kramp-Karrenbauer als neue Verteidigungsministerin und Ursula von der Leyen als neue EU-Kommissionspräsidentin. In Enger kamen auf dem Hof Ebmeyer die Themen Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum („Die Akutversorgung vor Ort muss auf jeden Fall erhalten bleiben") oder aber auch die aktuelle Debatte um den Fleischkonsum („Da muss jeder Verantwortung übernehmen und sein Verhalten überdenken") zur Sprache.

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