0
Engagement vor Ort: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich für den Klimaschutz ein. - © Ekkehard Wind
Engagement vor Ort: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich für den Klimaschutz ein. | © Ekkehard Wind

Enger Schüler starten erste "Fridays for Future"-Demo in Enger

Nach der Zeugnisausgabe treffen sich die Jugendlichen zur Mahnwache auf dem Mathildenplatz und starten ihren ersten Protest. Doch was machen die Engeraner Schüler in den Sommerferien?

Ekkehard Wind
12.07.2019 | Stand 12.07.2019, 14:31 Uhr

Enger. Sie werden nicht locker lassen - auch nicht in den Ferien. Knapp 30 Schülerinnen und Schüler machten sich auf dem Mathildenplatz in Enger für den Klimaschutz stark. "Kohle in die Bildung, nicht in den Ofen", "Our House is on fire" oder "ÖPNV statt SuV" stand auf den Plakaten, die die Jugendlichen angefertigt hatten. Aktion nach dem Unterricht "Unsere Mahnwache haben wir bei der Polizei angemeldet", sagte Hannah Bultmann (15). "Und wir freuen uns, dass so viele mitmachen", ergänzte Isa Antholz. Nach ihren Angaben nahmen Schülerinnen und Schüler des Widukind-Gymnasiums und der Realschule Enger an der Aktion teil. "Und dies nach dem Unterricht und der Zeugnisausgabe." Die Ortsgruppe der Bewegung "Fridays for Future" existiert erst seit gut zwei Wochen. Sie organisiert sich über eine WhatsApp-Gruppe, der rund 50 Mitglieder angehören. Die Mahnwache auf dem Mathildenplatz war die erste Aktion. In einer Umfrage können die Mitstreiter der Gruppe abstimmen, was als nächste Aktion geplant werden soll - ob Müllsammelaktion, Workshop oder Info-Abend. Enttäuscht vom Engeraner Stadtrat Bislang haben Hannah Bultmann, Isa Antholz und andere aus der Gruppe schon an Demos in Herford und Bielefeld teilgenommen. Interessiert haben Mitstreiter auch die Debatte im Engeraner Stadtrat über die Ausrufung des Klimanotstandes in der Widukindstadt verfolgt. "Sehr schade, dass das Thema vertagt wurde", sagte Hannah Bultmann enttäuscht. "Wir hoffen aber, dass es dazu noch kommt." In anderen Städten habe die Ausrufung des Klimanotstandes funktioniert. "Warum also nicht auch in Enger?" Natürlich sei dieser Schritt ein Stück Symbolik, sagte Isa Antholz. "Vor allem aber eine Verpflichtung." In den Sommerferien, die gerade begonnen haben, will die Gruppe weitere Aktionen planen. "Das Klima macht keine Pause, wir auch nicht."

realisiert durch evolver group