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An der Kurzwellenstation: Aliya beeindruckte einen Funker auf Hawaii mit ihren Englischkenntnissen. - © Zetis
An der Kurzwellenstation: Aliya beeindruckte einen Funker auf Hawaii mit ihren Englischkenntnissen. | © Zetis

Enger Engeraner Grundschüler funken mit der Welt

Ohne Internet rund um den Globus kommunizieren? Der Verein "Zetis" führt Kinder und Jugendliche in die Geheimnisse des internationalen Amateurfunks ein.

06.05.2019 | Stand 06.05.2019, 19:28 Uhr

Enger. Schauplatz Westerenger – um Punkt acht Uhr ging es los. Auf dem Gelände der ehemaligen und jetzt als Vereinszentrum genutzten Heideschule wurde eine Kurzwellenantenne installiert. Mit dieser Antenne sollten Schüler und Schülerinnen aus Enger einen Funkkontakt zur Neuen Mittelschule in Brunn am Gebirge in der Nähe von Wien aufnehmen. Mit dabei auch einige Grundschüler aus Westerenger. Ziel dieser Aktion des Vereins Zetis – Zentrum für Elektronik, Telekommunikation und Informationstechnik – war es, interessierten Kindern und Jugendlichen den internationalen Amateurfunkverkehr nahezubringen und sie selbst unter Aufsicht lizenzierter Funkamateure den praktischen Funkverkehr durchführen zu lassen. Erste Mikrofonscheu war schnell überwunden Als „Aufwärmtraining" wurde zunächst fleißig auf dem 11-Meter-Band gefunkt. Dann der große Moment – die erste Kontaktaufnahme mit der österreichischen Schule. Als erste ergriff die 16-jährige Aliya das Mikrofon und sprach unter dem Ausbildungsrufzeichen DN3WSE mit Tina (OE3YTA) aus Österreich. Schnell war die erste Mikrofonscheu überwunden und es wurden Informationen über das Wetter, Schule, Hobbys und den Aufbau der Funkstationen ausgetauscht. Auch die Grundschüler aus Westerenger waren fleißig bei der Sache und hörten dem munteren Funkverkehr gespannt zu, um dann selber zum Mikrofon zu greifen. Dabei kamen zusätzlich Verbindungen mit Frankreich, Schweden, weiteren Stationen in Österreich und im bayerischen Amberg zustande. Ein besonderer Höhepunkt war ein Kontakt zur Engeraner Partnerstadt Lichtenstein in Sachsen. Kontakt mit Hawaii „Es war spannend, mit anderen zu funken und sich austauschen zu können", so der 9-jährige Tim, der begeistert einen Großteil der Verbindungen übernahm. Peter Pöpperl, der die Betreuung zusammen mit dem Zetis-Vereinsgründer Manfred Vielhauer, Klaus Jäger, Rolf Rakowski und den Schülern Aliya und Renè übernommen hatte, lobte das Engagement und Können der Grundschüler. Ein besonderes Funkerlebnis hatte Aliya, die ihre Englischkenntnisse überzeugend zum Einsatz bringen konnte. Sie hatte Verbindung zu einem amerikanischen Funkamateur auf Hawaii, der von ihren Sprachkenntnissen sehr angetan war. Stahlmast am Vereinszentrum geplant Allen Teilnehmern hat der Funktag so viel Spaß gemacht, dass sie sich schon bald eine Fortsetzung wünschen. Gleichzeitig wächst die Vorfreude auf den langersehnten Stahlmast ganz in der Nähe des Vereinszentrums. Denn damit sollen die Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten noch einmal ganz erheblich verbessern werden.

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