Mit oder ohne Plastik: Das Gemüse im Supermarkt. - © Lena Niewald
Mit oder ohne Plastik: Das Gemüse im Supermarkt. | © Lena Niewald

Enger Initiative gegen Plastikmüll: Praktische Tipps sind gefragt

Großes Interesse auch an der zweiten Veranstaltung

Den Plastik- und Verpackungsmüll im eigenen Haushalt zu reduzieren, ist ganz offensichtlich ein Thema, dass aktuell viele Menschen umtreibt. Angesichts des riesigen Plastikmüllaufkommens in nahezu allen Lebensbereichen fragen sich viele allerdings, wo sie ansetzen können. Sie wünschen sich Tipps und einen intensiven Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten. Treffen im Neuen Forum Einen Rahmen dafür bietet seit kurzem die Engeraner Initiative gegen Plastikmüll. Zum zweiten Mal hatte Initiatorin Regine Steffen am Mittwochabend zu einem Treffen eingeladen. Weit über 20 Interessierte – vor allem Frauen – waren in die Räume des „Neuen Forums" gekommen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie man auch im Kleinen beginnen kann, Plastikmüll zu vermeiden. Suche nach praktischen Anregungen In einer Vorstellungsrunde wurde dabei deutlich, dass viele Teilnehmerinnen nach ganz praktischen Anregungen suchen, die sie in ihrem Alltag umsetzen können: Wie funktioniert das mit den Einkaufsnetzen statt Plastiktüten in den Obst- und Gemüseabteilungen der Supermärkte? Hat jemand beim Fleisch- oder Käsekauf schon Erfahrungen mit mitgebrachten eigenen Kunststoffboxen gemacht? Wo finde ich Kosmetik, die nicht in Plastik verpackt ist? Kann ich sie vielleicht sogar selbst herstellen? Bedauert wurde an dem Abend, dass der Umstieg von plastikverpackten Produkten auf plastikfreie Alternativen meist nicht billig sei. Den Einkauf in einem Bio- oder Unverpacktladen oder auf dem Wochenmarkt könne sich nicht jeder leisten. Ein Wunsch aus der Teilnehmerrunde war es deshalb, Einkaufsgemeinschaften zu bilden, um durch Sammelbestellungen vielleicht bessere Preise zu bekommen. Infostand auf dem Abendmarkt Allerdings, so merkte ein Teilnehmer an, gehe es auch darum, das Bewusstsein grundsätzlich zu verändern: immer mehr, immer größer, immer billig – das gehe so nicht mehr. Es müsse ein Umdenken stattfinden, und das nicht nur beim Thema Plastikmüll, sondern auch in anderen Lebensbereichen wie Ernährung oder Kleidung, ergänzte eine weitere Teilnehmerin. Konkret plant die Initiative als nächsten Schritt einen Infostand auf dem Abendmarkt auf dem Barmeierplatz am 16. Mai. Auch das Kirschblütenfest möchte man mit offenen Augen begleiten und Fotos von anfallenden Müllmengen machen. Um für die Zukunft vielleicht neue Konzepte zur Müllvermeidung zu entwickeln. Über beide Aktivitäten gibt es dann Erfahrungsberichte beim nächsten Treffen der Initiative am Dienstag, 21. Mai, 19 Uhr, dann im Haus der Kulturen.

realisiert durch evolver group