Das betroffene Treppenhaus: Die Deckenverkleidung wurde nach dem Wasserschaden abgenommen. An den Balken hat sich laut Kerstin Ebert ein Schimmelpilz gebildet. - © Andreas Sundermeier
Das betroffene Treppenhaus: Die Deckenverkleidung wurde nach dem Wasserschaden abgenommen. An den Balken hat sich laut Kerstin Ebert ein Schimmelpilz gebildet. | © Andreas Sundermeier

Enger Grundschule Enger-Mitte: Schimmel
im Treppenhaus festgestellt

Nach Wasserschaden: Das Ergebnis der Raumluft-Untersuchung an der Grundschule Enger-Mitte liegt jetzt vor. Im Treppenhaus und in einem angrenzenden Klassenraum gibt es ein „allergenes Risiko“

Nach dem Wasserschaden in einem Treppenhaus der Grundschule Enger-Mitte steht jetzt fest: Es gibt dort einen Schimmelpilzbefall. Das Ergebnis der Raumluft-Untersuchung, die vor gut zwei Wochen gemacht worden war, sei mittlerweile eingetroffen und bestätige das, berichtete die stellvertretende Verwaltungschefin, Kerstin Ebert, auf Anfrage der Neuen Westfälischen. Eine "akute Gesundheitsgefährdung" bestehe nicht Es handele sich aber nicht um einen „stark toxischen oder infektiösen Schimmelpilz". Eine „akute Gesundheitsgefährdung" bestehe laut dem Gutachten ebenfalls nicht. Aber es gebe „ein allergenes Risiko" in dem betroffenen Treppenhaus und in einem der vier angrenzenden und zurzeit gesperrten Klassenräume, sagte Ebert. Wie berichtet, hatte sich Ende März an der Decke des Treppenhauses eine Wasserblase gebildet. Daraufhin war die Verkleidung abgenommen und der massive Schaden festgestellt worden. Treppenhaus und vier Klassenräume sind gesperrt Das Treppenhaus und die angrenzenden Klassenräume der 3a, 3c, 4a und 4c sind seither gesperrt. Weil an der Grundschule Enger-Mitte akute Raumnot herrscht, hatte der Unterricht für die betroffenen Dritt- und Viertklässler zwei Tage komplett ausfallen müssen. In der Woche vor den Osterferien wurden die Kinder in den Räumen des Offenen Ganztags (OGS) unterrichtet – was auch zu Einschränkungen im OGS-Betrieb führte. Die Stadt werde jetzt weitere Gespräche mit der Schulleitung und der OGS führen, wie der Schulbetrieb organisiert werden könne. „Die Osterferien nutzen wir jetzt, um konkret zu überlegen, wie es weitergehen kann", berichtete Kerstin Ebert. Baugutachten in Auftrag gegeben Noch nicht fest steht ihren Angaben zufolge, wodurch der Wasserschaden an der Decke des Treppenhauses entstanden ist – also ob die Schwachstelle an der Fassade, an der Decke oder an den Fenstern liegt. Um das herauszufinden, habe die Stadt ein Baugutachten in Auftrag gegeben. Das liege aber noch nicht vor, sagte die stellvertretende Verwaltungs-Chefin. Bürgermeister Thomas Meyer ging vor zwei Wochen im Gespräch mit der NW davon aus, dass der Wasserschaden eine größere Sanierungsmaßnahme nach sich ziehen wird. „Das wird nicht für 1.000 Euro zu machen sein", hatte er betont. Von dem Ausmaß des Feuchtigkeitsschadens hatte er sich „überrascht" gezeigt. Seinen Angaben zufolge deutet alles darauf hin, dass es hier bereits länger einen Wassereintrag gegeben hat und der Schaden nicht erst seit ein paar Tagen besteht.

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