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Blick auf die Ostumgehung: Hier könnte nach Meinung von Sarah Karczewski und Rolf Siemers eine zusätzliche Fahrbahn für Radfahrer entstehen. - © SPD Enger
Blick auf die Ostumgehung: Hier könnte nach Meinung von Sarah Karczewski und Rolf Siemers eine zusätzliche Fahrbahn für Radfahrer entstehen. | © SPD Enger

Enger Eine Idee für das Radwegekonzept der Stadt Enger

SPD: Radwegverbindung nach Bielefeld stärken. Ungenutzte Seitenstreifen dem Zeitgeist anpassen und in „Protected Bike Lanes“ umwandeln

24.03.2019 , 19:00 Uhr

Enger (nw). Rauf aufs Rad und ab nach Bielefeld? Zurzeit ist das noch nicht ganz so einfach, meint die SPD Enger. Rolf Siemers hat deshalb eine Idee entwickelt, um diese Verbindung zu stärken.

Zweispurige Radfahrbahn

Vor dem Hintergrund neuester Entwicklungen im Radverkehr nehmen die Sozialdemokraten dabei die Bielefelder Straße ab Westfalenring in den Blick. „Aus meiner Sicht besteht gerade hier das Potenzial, durch die Hinzunahme der zwei Meter breiten Randstreifen eine ausreichende Fahrbahnbreite für den Autoverkehr zu schaffen und gleichzeitig für sogenannte „Protected Bike Lanes" für den Radverkehr zu sorgen", sagt Siemers. So könnte auf einer Fahrbahnseite eine zweispurige Radfahrbahn mit einer Gesamtbreite von vier Metern in beide Richtungen entstehen.

Die L557 biete sich für eine derartig zukunftsweisende Verkehrssituation förmlich an. Die topographische Lage zwischen Enger und Bielefeld sei für klassische Zweiradfahrer und auch für E-Biker ideal. So gebe es auf der zehn Kilometer langen Strecke nur geringe Anstiege und Gefällstrecken – einzige Ausnahme sei in Bielefeld-Schildesche das Stück zwischen Grafenheider – und Vilsendorfer Straße. Zusätzlich gebe die schon vorhandene befahrbare Fläche mit der durchgängig geteerten Struktur optimale Rahmenbedingungen.

Seitenstreifen dem Zeitgeist anpassen

Nach Auffassung der SPD Enger biete es sich an, die weitgehend ungenutzten Seitenstreifen dem „jetzigen Zeitgeist" anzupassen und sie in „Protected Bike Lanes" (geschützte Radfahrstreifen) umzuwandeln. Eine Einschränkung des Kraftfahrzeugverkehrs durch die Errichtung einer entsprechenden Anlage sehen die Engeraner Sozialdemokraten nicht und weisen auf den weiteren Streckenverlauf des Westfalenrings hin, wo Randstreifen nicht vorhanden seien. Entscheidende Instanz sei hier Straßen.NRW.

Geht es nach den Genossen, soll ihr Antrag am 6. Mai im Ausschuss für Stadtplanung, Infrastruktur und Umwelt diskutiert und an Straßen.NRW zur Prüfung weitergeleitet werden. „Wir möchten den Antrag in der nächsten Fachausschusssitzung einbringen. Die Verwaltung soll unsere Vorschläge in Zusammenarbeit mit Straßen.NRW prüfen und die Maßnahmen gegebenenfalls in das Radwegekonzept der Stadt Enger aufnehmen. Eine bauliche Umsetzung wird dabei angestrebt", sagt Rolf Siemers.

Ortsverein tagt am 26. März

„Die Pläne und Vorstellungen werden auch Thema in unserer nächsten Ortsvereinssitzung am Dienstag, 26. März, 18.30 Uhr, im Jugendheim Oldinghausen, Heimstraße 10, sein. Hierzu laden wir alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zu ein, um mit uns über dieses Thema ins Gespräch zu kommen", so sagt auch die Ortsvereinsvorsitzende Sarah Karczewski.