Während das Publikum Platz nahm, zeigte Gerd Limberg das Bild, an dem er später die Entstehung seiner Werke erläuterte. - © Britta Bohnenkamp-Schmidt
Während das Publikum Platz nahm, zeigte Gerd Limberg das Bild, an dem er später die Entstehung seiner Werke erläuterte. | © Britta Bohnenkamp-Schmidt

Enger Malerisch aktuelle Nachrichten verarbeiten

Vernissage in der Gerberei-Galerie: Gerd Limberg zeigt Auszüge seines Schaffens. Querflötentrio begleitet die EröffnungBritta Bohnenkamp-Schmidt

Britta Bohnenkamp-Schmidt

Großen Publikumszuspruch erlebte jetzt die letzte Ausstellungseröffnung des laufenden Jahres in der Galerie des Gerbereimuseums. Bis zum 2. Dezember zeigt Gerd Limberg dort Auszüge seines Schaffens unter dem Titel „Abstraktes im Konkreten". "Malen macht glücklich" Der Künstler aus Hiddenhausen war 29 Jahre lang als Lehrer an der Grundschule Enger-Mitte tätig und durfte auch einige Weggefährten aus dieser Zeit bei der Vernissage begrüßen. „Malen entspannt und macht glücklich", sagt Limberg, der „außer sonntags" jeden Vormittag in seinem heimischen Atelier verbringt. „Langeweile gibt es bei mir nicht", berichtete der 82-jährige, der sich in seinen Bildern häufig mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Ein Foto in der Zeitung oder eine aktuelle Nachricht im Radio können Ausgangspunkt für ein neues Werk sein. „Mir geht vieles im Kopf herum. Das versuche ich in der Malerei zu verarbeiten und bildlich umzusetzen", erläuterte der Künstler. Stets erklinge dabei auch klassische Musik in seinem Atelier. Von der Skizze zum fertigen Bild Wie ein solcher Schaffensprozess aussehen kann, erklärte er bei der Ausstellungseröffnung an einem Beispielbild vom impulsgebenden Zeitungsfoto über die erste Skizze bis hin zum fertigen Werk. Vor allem das Spiel mit Flächen, Linien und Kontrasten spiele dabei eine große Rolle, berichtete Limberg, der gerne mit dem Spachtel arbeitet. Namen gibt der Maler seinen Bildern nicht, sondern überlässt sie dem Betrachter lieber zur freien Interpretation. Den musikalischen Rahmen der Vernissage gestaltete Limbergs Patentochter Natascha Take gemeinsam mit zwei Kommilitoninnen der Universität Osnabrück. Das Querflötentrio begeisterte das Publikum mit seinen Melodien. Noch zwei Konzerte geplant Angela Franke vom Gerberei-Verein wies daraufhin, dass vor der alljährlichen Winterpause noch zwei Konzerte in der Galerie am Hasenpatt stattfinden. Am Sonntag, 18. November, steht ein Cafékonzert mit Alexander Grötzner auf dem Programm und am Samstag, 22. Dezember, erklingt Weihnachtsmusik mit der Familienband Krawallo.

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