Die Fachklinik für Geriatrie konzentriert sich auf die Behandlung von Alterserkrankungen. - © Andreas Sundermeier
Die Fachklinik für Geriatrie konzentriert sich auf die Behandlung von Alterserkrankungen. | © Andreas Sundermeier

Enger Krankenhaus will erweitern

Anbau geplant: Fachklinik für Geriatrie will ihre Kapazität um 10 auf künftig 73 Betten erhöhen. Zufahrt zum Haupteingang soll verlegt werden. Der Planungsausschuss der Stadt berät am Montag

Ekkehard Wind

Enger. Das evangelische Krankenhaus Enger braucht mehr Platz. Die Einrichtung, seit vielen Jahren eine Fachklinik für Geriatrie, will deshalb erweitern. Geplant ist nach Angaben der Stadtverwaltung ein Anbau an das Krankenhaus-Gebäude in südlicher Richtung. Die Klinik verfügt derzeit über 63 Betten. Durch den Bettenhausanbau soll die Kapazität um 10 auf dann künftig 73 erhöht werden. Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung zu schaffen, muss der Bebauungsplan geändert werden. Deshalb wird sich der Stadtplanungsausschuss in seiner Sitzung am kommenden Montag mit dem Thema befassen. Die fachliche Kompetenz des Krankenhauses Enger sei sowohl bei niedergelassenen Ärzten als auch bei den überweisenden Krankenhäusern anerkannt, betont die Stadtverwaltung. Das belege ein seit Jahren deutlich über 90 Prozent liegender Auslastungsgrad. Zudem ist die Akzeptanz des Hauses in der Bevölkerung hoch. Schon jetzt eine lange Warteliste „Wir haben jetzt schon eine lange Warteliste", sagt Andreas Semenczuk, Geschäftsführer der Krankenhaus Enger gGmbH. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Bedarf an der Behandlung von Alterserkrankungen in den nächsten Jahren weiter steigen. Mitte 2015 erhielt die Engeraner Fachklinik von der Bezirksregierung zehn zusätzliche Betten bewilligt. Die evangelische Krankenhaus gGmbH klagte daraufhin gegen das Land NRW wegen der Ausweisung von nur zehn anstatt der beantragten 30 zusätzlichen Betten im Bereich Geriatrie (die NW berichtete ausführlich). Das Klinikum Herford, vom Gericht beigeladen, hatte 25 zusätzliche Betten bekommen. Statt Konfrontation setzte man in Gesprächen – unter Beteiligung des Landrates – aber auf Kooperation. Das Krankenhaus Enger zog daraufhin die Klage vor Gericht zurück. Anbau Richtung Hagenstraße Geplant ist ein Bettenhaus-Anbau, der mit Blick auf die Zukunft für maximal 24 Betten ausgelegt ist. Der Anbau soll in südlicher Richtung zur Hagenstraße und Mühlenstraße hin entstehen. Im Zuge des Anbaus werden die Zufahrt zum Haupteingang und die Umfahrt im westlichen Grundstück verlegt. Im Erdgeschoss des Anbaus sind vier Doppelzimmer sowie mehrere Funktionsräume geplant. Kosten: Rund 3 Millionen Euro Im Obergeschoss sollen vier Einzel- und vier Doppelzimmer sowie mehrere Funktionsräume Platz finden. Im Dachgeschoss werden ein Technikraum, fünf Büroräume und ein Lager entstehen. Die Kosten beziffert Andreas Semenczuk auf NW-Anfrage auf rund drei Millionen Euro. Wenn alles nach Plan läuft, soll mit dem Bau Ende 2018 oder Anfang 2019 begonnen werden.

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