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Christoph Ogawa-Müller und Hildegard Bergmeier bei den letzten inhaltlichen Abstimmungsgesprächen für die kulturgeschichtliche Revue im Gemeindesaal. - © Alexander Kröger
Christoph Ogawa-Müller und Hildegard Bergmeier bei den letzten inhaltlichen Abstimmungsgesprächen für die kulturgeschichtliche Revue im Gemeindesaal. | © Alexander Kröger

Enger Skulptur von Königin Mathilde
bekommt ihren Platz

Kreisgeschichtsfest in Enger: Eine Ausstellung und eine kulturgeschichtliche Revue werden im Saal des evangelischen Gemeindehauses an der Stiftskirche zu sehen sein

21.08.2018 | Stand 21.08.2018, 16:18 Uhr

Widukind als sagenhafte Gestalt ist in aller Munde. Dessen Nachfahrin Mathilde, die 909 den späteren König Heinrich heiratete und somit die Herrscherdynastie der Ottonen gründete, war prägender für die deutsche Geschichte. Doch diese Königin kennen namentlich nur wenige. Mathilde lebte zeitweise in Enger, wo in der Innenstadt ein Platz nach ihr benannt ist. Überliefert ist von ihr, dass sie eine außergewöhnliche Frömmigkeit, Mildtätigkeit und Barmherzigkeit besaß. Außerdem gilt sie als Initiatorin von großzügigen, bedeutenden Stiftungen. Beim Kreisgeschichtsfest wird am Samstag, 1. September, um 12 Uhr auf dem Königin-Mathilde-Platz ihre Skulptur offiziell installiert. Es ist das letzte Werk des verstorbenen Engeraner Bildhauers Eberhard Hellinge. Stamm-Mutter der Ottonen „Historiker haben aufgezeigt, dass Mathilde als Stamm-Mutter der Ottonen am Anfang der deutschen Geschichte stand. Mit ihr lassen sich heute auch Begriffen wie Bildung und soziales Engagement assoziieren. Ihr damaliges Wirken ist die Wiege der systematischen Bildung", sagt Christoph Ogawa-Müller, Vorsitzender des Vereins Kunstlandschaften. Die Skulpturenaufstellung wird durch ein kulturelles Geschichtsfest-Projekt ergänzt. Ogawa-Müller: „Wir wollen mit Galerie, Musikbeiträgen und Tanz die kulturelle Entwicklung im Kreis Herford aufzeigen unter besonderer Berücksichtigung der Jubiläen von Königin Mathilde und der im 17. Jahrhundert lebenden Herforder Äbtissin Elisabeth von der Pfalz." Beispielsweise werden im Gemeindesaal mehrere Werke von Künstlern des Vereins Kunstlandschaften ausgestellt. „Sie thematisieren das Bild der Frau vom historischen Bezug bis hin zur freien Interpretation", erklärt Hildegard Bergmeier, die unter anderem als Malerin an der Ausstellung mitwirkt. Als Künstler mit dabei sind außerdem Klaus-Dieter Conrad, Adam Grimann, Markus Konsek und Ulla Niekamp. Die Ausstellung wird am Samstag von 12.30 bis 14.30 Uhr durch eine kulturgeschichtliche Revue im Gemeindesaal ergänzt. Zum Beispiel gibt es Informationen zur Posaunenchor-Bewegung, zum Kirschblütenfest und zur Willkommenskultur. Tanzschule tritt auf Günter Richter und Peter David Friedrich werden ausgewählte Texte zur Ausstellung vortragen und ein Ensemble der Tanzschule Witte auftreten. Außerdem präsentieren Musiker mehrere Stücke, unter anderem eine Uraufführung im Stil klassischer Moderne mit historischen Kompositionen. Als Musiker mit dabei sind Bettina Lupp (Harfe), Ruben Ramirez (Querflöte), Kumiko Ogawa-Müller (Spinett), Yulika Ogawa-Müller (Cello), Leander Schlesier (Percussion), Florian Darm (Posaune) und Hendrik Grothaus (Posaune). Die Gesamtleitung hat Christoph Ogawa-Müller. Zusätzlich stehen die beteiligten Maler den Besuchern gerne für Gespräche zur Verfügung. Sie sind am Samstag von 13.15 bis 14.30 Uhr und am Sonntag von 11.30 bis 12.30 Uhr in der Ausstellung.

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