Regisseur Zejnula Sahiti (2.v.l.) gibt seinem Team letzte Anweisungen, bevor der Filmdreh im und vorm Autohaus Specht in Enger starten kann. - © STEFANIE BOSS
Regisseur Zejnula Sahiti (2.v.l.) gibt seinem Team letzte Anweisungen, bevor der Filmdreh im und vorm Autohaus Specht in Enger starten kann. | © STEFANIE BOSS

Enger Engeraner Autohaus wird zur Filmkulisse

Klappe: Teile des Kurzfilmes „Wo ist Walter“ sind am Wochenende abgedreht. Diplomabschlussarbeit des Dortmunder Studiengangs Film- und Fernsehproduktion/Regie

Stefanie Boss

Enger. Mit traurigen Augen kommt Markus Kloster alias „Walter" aus dem Autohaus Specht. Fassungslos dreht er sich noch einmal zur Eingangstür um, dann wendet er sich ab und geht unglücklich davon. Die Klappe fällt und die erste Szene ist im Kasten: Am Wochenende wurden in dem Engeraner Autohaus Teile des Kurzfilms „Wo ist Walter?" gedreht. Produzenten sind die beiden Absolventen der Westfälischen Akademie für Medien in Dortmund, Zejnula Sahiti und Christian Schultz. Sie drehen den Film als Diplomabschlussarbeit des Studiengangs Film- und Fernsehproduktion/Regie. Zejnula Sahiti fungiert gleichzeitig als Regisseur, Christian Schultz ist der Kameramann. „Ob es letztendlich bei dem Arbeitstitel des Films bleiben wird, wissen wir noch nicht", erklärt Zejnula Sahiti. Passend wäre er schon, denn es geht um den Autoverkäufer Walter, gespielt von Markus Kloster „und um das Thema Karma", erläutert der Regisseur. Walter hat zunächst mal Pech Walter scheint zunächst ein Pechvogel zu sein und erfährt zahlreiche Ungerechtigkeiten: Von seinem Chef im Autohaus schlecht behandelt und schließlich gefeuert, kommt er früher nach Hause und erwischt seine Frau mit ihrem Liebhaber. Kopflos läuft er auf die Straße, wo es zu einer Begegnung mit einem flüchtigen Ganoven kommt. Der vergisst seine Tasche in Walters Auto, was dieser aber erstmal nicht ahnt. In der Folge dieses Zusammentreffens suchen weitere Gangster die Tasche und damit auch Walter, verprügeln erst den fiesen Chef und dann auch noch den Liebhaber seiner Frau. Walter behält schließlich die Tasche mit wertvollem Inhalt, so dass sich für ihn noch alles zum Guten wendet. Auf die Idee, die Autohausszene bei Specht zu drehen, kam Zejnula Sahiti über seine Bekanntschaft zu Inhaber Andreas Specht: „Mein Bruder ist mit einem der Mitarbeiter befreundet und ich habe hier auch mal ein Auto gekauft", berichtet er. "Ich helfe gern" Andreas Specht gefiel der Einfall. „Ich finde es toll, dass unser Autohaus als Filmkulisse dient", sagt er. „Außerdem helfe ich immer gerne, wenn ich die Möglichkeit habe." Auch eine kleine Nebenrolle fiel für ihn ab: Als Verkäufer in seinem eigenen Autohaus. Der etwa 45-minütige Film wird im Januar – das genaue Datum steht noch nicht fest – in Dortmund im Rahmen eines Kurzfilmabends Premiere haben. „Anschließend wird er auf verschiedenen Festivals gezeigt und danach wahrscheinlich auch im Internet", sagt Zejnula Sahiti.

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