In der neuen Verwaltung: Die beiden Sekretärinnen Annette Schockenbäumer (l.) und Inka Schön in einem der beiden neuen Sekretariate. Das gefällt auch Schulleiter Joachim Blombach (hinten). - © Mareike Patock
In der neuen Verwaltung: Die beiden Sekretärinnen Annette Schockenbäumer (l.) und Inka Schön in einem der beiden neuen Sekretariate. Das gefällt auch Schulleiter Joachim Blombach (hinten). | © Mareike Patock

Enger Realschul-Umbau auf gutem Weg

Arbeiten sind in vollem Gange: Der neue Verwaltungstrakt der Schule ist bereits fertig – in den Sommerferien wird jetzt noch das Lehrerzimmer erweitert. Warum der Umbau nötig wurde, erklärt Schulleiter Joachim Blombach

Mareike Patock

Annette Schockenbäumer und Inka Schön haben ihre neuen Räume bereits bezogen. Die Akten sind eingeräumt und der Computer läuft. Hier, an ihrem neuen Arbeitsplatz, haben die beiden Sekretärinnen der Realschule Enger deutlich mehr Platz als in ihren alten Büros. Die Enge der letzten Jahre gehört der Vergangenheit an. Derzeit wird die Realschule umgebaut. Das Lehrerzimmer soll größer werden und auch der Verwaltungstrakt sollte mehr Raum bekommen. Knapp 200.000 Euro investiert die Stadt Enger in das Projekt. „Der Umbau kostet etwa 140.000 Euro, das Inventar zusätzlich rund 50.000 Euro", sagt der städtische Fachbereichsleiter, Jens Stellbrink. 775 Schüler im neuen Schuljahr Der Umbau war nötig geworden, weil es zuletzt sowohl im Lehrerzimmer als auch in der Verwaltung an allen Ecken und Enden drückte: Vor gut 20 Jahren war die Realschule mit rund 50 Schülern an den Start gegangen. Heute werden hier gut 15 Mal so viele Kinder und Jugendliche unterrichtet. „Im neuen Schuljahr werden es etwa 775 sein", sagt Schulleiter Joachim Blombach. Mit der rasant steigenden Schülerzahl habe sich auch das Kollegium immer weiter vergrößert. Die Konsequenz: Das Lehrerzimmer platzte zuletzt aus allen Nähten. Ursprünglich sei der Raum für 35 Lehrer ausgelegt worden, sagt Stellbrink. „Aber heute haben wir mindestens 50 Lehrer, viele Lehramtsanwärter und dazu Praxissemester-Studenten, die ein halbes Jahr an der Schule sind", ergänzt Blombach. Auch in der Verwaltung sei es viel zu eng geworden. Sie sei ursprünglich nur für den Schulleiter, eine Konrektorenstelle und eine Stelle im Sekretariat ausgelegt gewesen, berichtet der städtische Fachbereichsleiter. Bedingt durch die Expansion der Schule gebe es mittlerweile jedoch eine zweite Sekretärin – und eine zweite Konrektorin, sagt Blombach. Planungen seit Sommer 2016 Wegen der beengten Arbeitsverhältnisse hat der Schulleiter vor einiger Zeit das Gespräch mit dem Schulträger gesucht. Gemeinsam habe man dann überlegt, was man tun könne, um die Situation zu verbessern, sagt Blombach. Seit Sommer 2016 laufen die Planungen für den Umbau. Im darauf folgenden November gab’s auch vom Stadtrat grünes Licht für das Projekt. Seit Mitte März wird nun in der Realschule gebaut – und die neue Verwaltung ist bereits fertiggestellt. Drei Klassenräume in unmittelbarer Nähe des alten Verwaltungstrakts wurden dafür umgebaut. Auf rund 180 Quadratmetern Fläche gibt es dort jetzt zwei Sekretariate, das Büro des Schulleiters, zwei weitere Büros für die beiden Konrektorinnen, einen Beratungsraum, eine kleine Teeküche und einen Sanitätsraum. Blombach schaut sich in der neuen Verwaltung um: „Es ist wunderschön, hier zu sein", sagt er. Dass für den Umbau drei Klassenräume weggefallen sind, ist kein Problem: Die Schüler seien in andere Räume im angrenzenden Gebäudetrakt der ehemaligen Rolf-Dircksen-Schule umgezogen, sagt Stellbrink. In einem weiteren Schritt wird jetzt das Lehrerzimmer vergrößert. Der alte Verwaltungstrakt soll dafür dem bisherigen Lehrerzimmer – es liegt direkt nebenan – zugeschlagen werden. Lehrerzimmer wird 180 Quadratmeter groß „Das neue Lehrerzimmer wird etwa 180 Quadratmeter groß sein", berichtet Heidi Schwanitz vom Technischen Immobilienservice der Stadt Enger. „Mit dieser Größe kommen wir dann gut hin", sagt Blombach. Auch eine kleine Küche gebe es dort. „Das ist alles sehr gut geplant", lobt der Schulleiter. In den kommenden Wochen wird weiter an dem neuen Lehrerzimmer gebaut. Zwar werde man den Raum wohl noch nicht direkt zu Beginn des Schuljahres beziehen können, sagt Heidi Schwanitz. „Aber wir sind auf einem guten Weg." Sie schätzt, dass die Arbeiten Mitte September abgeschlossen sein werden. Für die letzten Tage dieses Schuljahres sind die Lehrer in der Schulbücherei und im Selbstlernzentrum untergebracht – und ab Freitag sind sowieso erstmal sechs Wochen Sommerferien.

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