Lindenblütenfest zum Abschluss: In der Marienkirche Wallenbrück klang der Sonntag mit viel Musik aus. Mehrere Chöre beteiligten sich an der Programmgestaltung. - © Britta Bohnenkamp-Schmidt
Lindenblütenfest zum Abschluss: In der Marienkirche Wallenbrück klang der Sonntag mit viel Musik aus. Mehrere Chöre beteiligten sich an der Programmgestaltung. | © Britta Bohnenkamp-Schmidt

Spenge/Enger Ein komplexes Instrument stellt sich vor

Westfälischer Orgeltag: Enger und Spenge machen mit. Die Königin der Instrumente fasziniert große und kleine Besucher

Britta Bohnenkamp-Schmidt

Spenge/Enger. Orgelbau und Orgelmusik in Deutschland wurden im Dezember 2017 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt, da dieses Instrument hierzulande in einzigartiger Dichte und Vielfalt anzutreffen ist. „Viele Menschen wissen gar nicht, wie eine Orgel funktioniert, sind dann aber ganz fasziniert, wenn sie mehr darüber erfahren", berichtete Kantorin Johanna Wimmer, die in der Engeraner Stiftskirche ein abwechslungsreiches Programm zum Orgeltag vorbereitet hatte. 3.000 Pfeifen in der Orgel Orgelbauer Mathias Johannmeier erläuterte großen und kleinen Besuchern die Funktionsweise der mehr als 3.000 Pfeifen, die in der Stiftskirchen-Orgel von 1974 verbaut sind. Bei einem Register-Quiz konnten die Zuhörer danach unterschiedliche Klangfarben des Instrumentes erraten. Im benachbarten Gemeindehaus gaben verschiedene Erlebnisstationen Einblick in den Aufbau des beeindruckenden Kircheninstrumentes und während eines Mitmach-Konzertes mit dem Kinderchor präsentierten einige der jüngsten Schüler von Johanna Wimmer, dass man bereits im Vorschulalter mit dem Orgelspiel beginnen kann. Kurze Andacht und Infos In Spenge lud die evangelische Kirchengemeinde in Kooperation mit der Gemeinde St. Antonius Hoyel auf eine „Orgelroute" von Klein-Aschen über Groß-Aschen und Hoyel nach Wallenbrück ein. In allen vier Gotteshäusern gab es eine kurze Andacht mit Musik und Informationen zu der vor Ort erklingenden Orgel. Einige Gäste besuchten im Laufe des Nachmittags dann alle Stationen, andere wählten ihren persönlichen Favoriten aus. Voll besetzt war am Abend die Marienkirche an der Neuenkirchener Straße, wo zum Abschluss der Orgelroute das beliebte Lindenblütenfest auf dem Programm stand, das jetzt bereits zum siebten Mal gefeiert wurde. Lindenblütentee zum Konzert Schon vor der Kirche wurden die Besucher mit Musik unter den Linden empfangen. Der Posaunenchor Wallenbrück, die Kirchenchöre Wallenbrück und Westerenger, der Projektchor Wallenbrück und die Organisten Matthias Menzel und Hinrich Paul gestalteten danach einen klangvollen Abschluss des Sonntages. Nach 90 Minuten Programm kamen die Besucher noch bei Lindenblütentee und anderen Köstlichkeiten ins Gespräch.

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