Enger Umstritten:Standort für
neue E-Ladestation

Elektroautos: Fahrzeuge sollen auf einer Fläche an der Bahnhofstraße/Kirchstraße tanken

Ekkehard Wind

Die Stadt Enger soll eine weitere Ladestation für Elektroautos bekommen. Die Westfalen Weser Netz GmbH ist bereit die Kosten zu übernehmen. Allerdings ist der Standort umstritten. Nach Angaben der Stadtverwaltung soll die E-Ladestation mit zwei Stellplätzen auf einer jetzigen Grünfläche an der Bahnhofstraße/Kirchstraße gebaut werden.  CDU skeptisch Diesem Standort steht die CDU skeptisch gegenüber. „An Markttagen auf dem gegenüber liegenden Heckewerthplatz wird diese Fläche zugeparkt sein", befürchtet Detlev Göhner. Ein Laden von E-Autos werde dann kaum möglich sein. Warum die Lade-Station nicht direkt auf dem Heckewerthplatz oder am Busbahnhof gebaut werde, fragte der CDU-Politiker im Stadtplanungsausschuss nach. „Wir wollen auf dem Heckewerthplatz keine der vorhandenen Parkplätze dafür nutzen", erklärte Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser. Und am Busbahnhof gebe es bereits eine Ladestation. Eine nicht mehr genutzte Bushaltestellen-Einbuchtung an der Meller Straße, die man zunächst als Standort geprüft habe, sei nicht geeignet. Nienhüser: „Der Standort soll möglichst zentral liegen, damit die Nutzer während des Ladevorgangs sich im Ortskern aufhalten können."  Was die anderen Fraktionen sagen Auch die Grünen haben mit dem Standort gehadert. „Aber letztlich haben wir uns durchgerungen, dem zuzustimmen", erklärte Fraktionsvorsitzende Regina Schlüter-Ruff. Die SPD kann sich mit dem Standort anfreunden. Jörg Pultermann: „Von dort ist es nah zum Wochenmarkt und die Innenstadt ist gut erreichbar." Auch für Günter Richter von der FDP ist der Standort in Ordnung. Aber warum gerade eine Wechselstromanlage mit einer Ladedauer von 1,5 bis 3 Stunden installiert werden solle, fragte er nach. Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser verwies darauf, dass die Westfalen Weser Netz GmbH die Anlage bezahle. Und eine Schnelllade-Station sei doppelt so teuer. „Ein Gratis-Angebot ist gut, aber wir sollten darauf achten, dass wir nicht auf einem veralteten System sitzen bleiben", betonte Harald Wurm von den Grünen. Eine Entscheidung vertagten die Politikerinnen und Politiker bis zur Ratssitzung.

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