Starke Stimmen: Der Widukindchor Enger sang unter der bewährten Leitung von Hans-Martin Kiefer. - © Foto: privat
Starke Stimmen: Der Widukindchor Enger sang unter der bewährten Leitung von Hans-Martin Kiefer. | © Foto: privat

Enger Widukindchor begeistert Zuhörer

Herbst-Konzert: Auftritt in Brüngers Landwirtschaft. Beim „Kriminaltango“ knallte es plötzlich. Engeraner Chor feiert 2020 seinen 100. Geburtstag

Enger/Rödinghausen (nw).„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder", so lautet die Empfehlung einer alten Volksweisheit. Aber nur frühzeitig erschienene Besucher waren beim Konzert des Widukindchores Enger in „Brüngers Landwirtschaft" in der Lage, einen Platz zu ergattern und sich niederzulassen. Einige Besucher verfolgten stehend das Konzert, andere mussten mit großem Bedauern abgewiesen werden. „Letztendlich mussten auch Sicherheitsvorschriften eingehalten werden", so der Chor. „Bunt sind schon die Wälder" war Titel des Konzertes und ebenso präsentierte sich die farbenfrohe Natur an diesem Nachmittag. Im selben Moment, als die Sonne hinter den Panoramafenstern in „Brüngers Kulturscheune" aufblitzte, setzte der Chor ein mit „For the beauty of the earth" (Für die Schönheit dieser Welt"). Lieder von Abba Es folgte „In einem kühlen Grunde", eines der Lieder dieses Konzertes, mit dem ältere Zuhörer aufgewachsen sind. Hans-Martin Kiefer, Leiter des Widukindchores, hatte zu diesem weltlichen Konzert ein Mix aus bekannten deutschen Lieder, englischen Folksongs und ebenso bekannten Popsongs ausgewählt. Zu den moderneren Stücken gehörten auch „You raise me up", sehr einfühlsam und mit einer Violinenbegleitung von Astrid Nantke – ein absoluter Hörgenuss.  "Da fiel ein Schuss!" Es folgten ABBA-Lieder wie „Mamma Mia" und „SOS" sowie Elton Johns „Can You feel the love tonight". Der „Kriminaltango", aus dem Jahre 1959, erzeugte beim Publikum ein Wechselbad der Gefühle. Die Zuhörer zuckten zusammen, als textmäßig „Da fiel ein Schuss!"gesungen wurde, denn es knallte kriminalistisch echt. Sofort anschließend Erschauern beim Publikum, als der Chor hauchte, nicht sang: „Der Mann ist kalt!" Sangesfreund Willi Höhne sei inzwischen „Meister des Knalls", berichtete der Chor. Die Titel von Udo Jürgens „Mit 66 Jahren" und „Ich war noch niemals in New York" sangen die Besucher begeistert mit. Am E-Piano begleitete Markus Gorski die Sängerinnen und Sänger. „Musik verbindet und schafft auch Hoffnung und Frieden" , so die erste Vorsitzende Christine Settnik bereits in ihrer Begrüßungsansprache. Sie wies außerdem darauf hin, dass der Widukindchor 2020 seinen 100. Geburtstag feiern wird. „Ziel und Wunsch sind zu diesem Anlass 100 Sängerinnen und Sänger", so die nicht unrealistische Vision von Christine Settnik.

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