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In der Galerie: Ulrike Schönfelder-Hellwig (l.), Michael Hellwig und Angela Franke (Verein Gerbereimuseum) schauen sich Arbeiten an, die von Sonntag an im Gerbereimuseum ausgestellt werden. FOTO: MAREIKE PATOCK - © Mareike Patock
In der Galerie: Ulrike Schönfelder-Hellwig (l.), Michael Hellwig und Angela Franke (Verein Gerbereimuseum) schauen sich Arbeiten an, die von Sonntag an im Gerbereimuseum ausgestellt werden. FOTO: MAREIKE PATOCK | © Mareike Patock

Enger Neue Ausstellung im
Gerberei-Museum Enger

Ulrike Schönfelder-Hellwig, Siegfried Baron und Michael Hellwig setzen sie sich künstlerisch mit Literatur auseinander

Mareike Patock
05.09.2017 | Stand 05.09.2017, 15:02 Uhr

Mit Literatur kann man sich auf ganz unterschiedliche Weise auseinandersetzen: Man kann über sie diskutieren, manchmal kann man sich auch über sie streiten. Ulrike Schönfelder-Hellwig, Siegfried Baron und Michael Hellwig jedoch haben einen gänzlich anderen Ansatz. In ihrer neuen Ausstellung, die von Sonntag an in der Galerie des Engeraner Gerbereimuseums zu sehen ist, setzen sie sich bildnerisch mit Gedichten und Texten auseinander. Passenderweise haben sie ihre Ausstellung daher mit dem Titel „Das Wort wird Bild" überschrieben. Die Texte, die Ulrike Schönfelder-Hellwig als Vorlage für ihre Bilder genommen hat, stammen unter anderem aus der Feder von Siegfried Baron und Michael Hellwig. Aber auch aus der von anderen Autoren: Eines dieser Gedichte etwa beschäftigt sich mit dem Schicksal jener Menschen, die die Flucht über das Mittelmeer nicht überlebt haben. „Dieser Text hat mich so berührt, dass ich ihn ins Bildnerische umsetzen musste", sagt die Engeranerin. Schönfelder-Hellwig ist seit fast 40 Jahren Teil der Künstlergruppe „Das Fachwerk" in Bad Salzuflen. Außerdem gehört die graduierte Designerin zur Künstlergruppe BBK in Osnabrück. In Oldenburg und Bielefeld wurde sie zur Kunsterzieherin ausgebildet und hat auch während ihrer Zeit an der Realschule Spenge immer künstlerisch gearbeitet.  Ausstellungen im In- und Ausland Sie hat Ausstellungen im In- und Ausland gemacht – unter anderem in Italien, Dänemark, Spanien oder Frankreich. In der Galerie des Gerbereimuseums zeigt sie jetzt insgesamt 14 Arbeiten – darunter mehrschichtige Pastellkreidezeichnungen oder Acrylmalerei mit einer Farbstiftzeichnung. Ganz anders als die Arbeiten seiner Frau sind die Werke von Michael Hellwig, die er neben Texten und Gedichten zu der Ausstellung beisteuert. Seine Arbeiten sind von Weitem gesehen komplett weiß. Auf den zweiten Blick aber sind sie vielschichtig. Weiße Papierstreifen hat er so angeordnet, dass sie an nebeneinander stehende Bücher erinnern, von denen nur die Buchrücken zu sehen sind. In diese „Buchrücken" hat Hellwig den Titel des Werks und den Autorennamen eingestanzt – in Blindenschrift. Mit dieser ungewöhnlichen Methode will er darauf aufmerksam machen, wie unterschiedlich Literatur wahrgenommen wird. Der dritte Künstler in der Runde ist Siegfried Baron. Der Hiddenhauser setzt sich fotografisch mit Texten und Gedichten auseinander.

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