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Eva Volkhardt, Anna Paszehr, Rabea Jasmin Usling, Michael Hellwig, Vanessa Schwarkow, Rina Kapitanowski, Milena Evering und Alexander Kapitanowski (v. l.) haben an der aktuellen Ausstellung in der Gerbereigalerie mitgewirkt. - © Britta Bohnenkamp-Schmidt
Eva Volkhardt, Anna Paszehr, Rabea Jasmin Usling, Michael Hellwig, Vanessa Schwarkow, Rina Kapitanowski, Milena Evering und Alexander Kapitanowski (v. l.) haben an der aktuellen Ausstellung in der Gerbereigalerie mitgewirkt. | © Britta Bohnenkamp-Schmidt

Enger Neue Ausstellung im Gerbereimuseum Enger

Vernissage in der Gerbereigalerie: Bildende Kunst und Texte stehen im Dialog

Britta Bohnenkamp-Schmidt
06.03.2017 | Stand 06.03.2017, 15:55 Uhr

Eine Ausstellung, für deren Besuch man sich Zeit nehmen sollte, wurde jetzt in der Galerie des Gerbereimuseums eröffnet. Zeichnungen, Skulpturen und Texte, die auf besondere Weise miteinander im Dialog stehen, laden zur Betrachtung und zum Lesen ein. Die Porträt-Zeichnungen von Alexander Kapitanowski, die Sandstein-Skulpturen von Eva Volkhardt und die von diesen Werken inspirierten Texte der jungen Schreibenden des Rumpelstilzchen-Literaturprojektes bieten eine spannende künstlerische Kombination. „Für mich war es etwas ganz Neues, mal nicht über das zu schreiben, was in meinem Kopf ist, sondern die Gedanken in Worte zu fassen, die einem beim Betrachten der Bilder und Skulpturen in den Sinn kommen", beschrieb Milena Evering die Zusammenarbeit. „Diese Texte sind für mich eine besondere Form der Wahrnehmung und Rezeption meiner Kunst", erklärte Alexander Kapitanowski. Auch das Zusammenspiel der verschiedenen Generationen spiele bei dem Projekt eine interessante Rolle. Michael Hellwig, Lehrer am Widukind-Gymnasium und Leiter von „Rumpelstilzchen", führte bei der Vernissage in die Ausstellung ein und ging auf deren Titel „Meine Brüder suche ich" ein. Die Suche nach geschwisterlichem Kontakt und damit „auch nach Dialog und Liebe" sei wohl allen Menschen gemein und beschäftige im Sinne von „geistiger Verwandtschaft" auch Künstler und Literaten immer wieder aufs Neue, erläuterte Hellwig. So hätten sich auch Alexander Kapitanowski und Eva Volkhardt mit ihren Werken jeder auf seine Weise dem Menschen genähert und danach gesucht, was das Individuum ausmache und wie es von seinem Gegenüber wahrgenommen werde. Wer das „Zwiegespräch von Kunstwerk und Text" in der Gerbereigalerie auf sich wirken lassen möchte, hat dazu Gelegenheit bis zum 30. April jeweils samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Karsten Glied, Vorsitzender des Gerbereivereins, eröffnete diese erste Ausstellung nach der Winterpause und wies auf zwei weitere Veranstaltungen in deren Rahmen hin: Am Sonntag, 19. März, lädt der Verein um 15.30 ein zu einem Cafékonzert in der Galerie und am Dienstag, 21. März, lesen Mitglieder des Rumpelstilzchen-Projektes ab 19.30 Uhr aus eigenen Texten.

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