Stark engagiert: Die Engeraner Feuerwehrleute Jannik Kemena (v.l.), Daniel Westerhold und Patrick Tiemann versäumten im vergangenen Jahr keinen Dienst. Für ihre ein hundertprozentige Dienstbeteiligung lobte Löschzugführer Arndt Höpker (r.) die Brandschützer ausdrücklich. FOTO: KAI-SÖREN KERKHOFF - © Kai-Sören Kerkhoff
Stark engagiert: Die Engeraner Feuerwehrleute Jannik Kemena (v.l.), Daniel Westerhold und Patrick Tiemann versäumten im vergangenen Jahr keinen Dienst. Für ihre ein hundertprozentige Dienstbeteiligung lobte Löschzugführer Arndt Höpker (r.) die Brandschützer ausdrücklich. FOTO: KAI-SÖREN KERKHOFF | © Kai-Sören Kerkhoff

Enger Freiwillige Feuerwehr Enger hatte deutlich mehr Einsätze

Außergewöhnliches Wetter sorgt für mehr als 1.700 Arbeitsstunden

Kai-Sören Kerkhoff

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Enger blickt auf ein einsatzreiches Jahr 2015 zurück: „Es gab viel zu tun, aber es hat alles gut geklappt", bilanziert Löschzugführer Arndt Höpker auf der Mitgliederversammlung. Im vergangenen Jahr rückten die Brandschützer 154 Mal aus. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: 2014 gab es nur 94 Einsätze. Der Anstieg sei auf das Wetter zurückzuführen. So habe es im vergangenen Jahr drei große Unwetterlagen gegeben, wie Höpker berichtet: „Zwei davon folgten zudem schnell hintereinander – Ende März und Anfang April. Das Wetter war 2015 wirklich außergewöhnlich." Deshalb habe die Feuerwehr sichtlich mehr Sturmeinsätze verzeichnet als gewöhnlich. Im Vorjahresvergleich schnellte die Anzahl der Einsätze von 4 auf 78. Dagegen verharrte die Zahl der Verkehrsunfälle auf einem relativ konstanten Niveau. Fünf Mal krachte es in der Widukindstadt. Besonders auffällig: „Davon ereigneten sich zwei Unfälle auf dem Westfalenring. Da war es jahrelang sehr ruhig", betont Höpker. In beiden Fällen hätte die Feuerwehr die verunglückten Autofahrer mit hydraulischem Gerät aus ihren Fahrzeugen befreien müssen. Zum Jahreswechsel war der Löschzug Enger 34 Mann und eine Frau stark. Sie leisteten insgesamt exakt 1.747,50 Einsatzstunden. Der Löschzugführer hat nachgerechnet: „Durchschnittlich waren sieben Feuerwehrleute jeden dritten Tag zum Wohle der Bürger der Stadt Enger im Einsatz." Aber die Blauröcke sind nicht nur aktiv, wenn es brennt oder stürmt. Denn zu den Einsatzstunden kommen noch viele Stunden für die Ausbildung hinzu. So wurden unter anderem 24 Dienstabende abgehalten, um neue Techniken und Taktiken zu erlernen sowie vorhandenes Wissen zu vertiefen. Drei Feuerwehrleute glänzten im vergangenen Jahr mit einer einhundertprozentigen Dienstbeteiligung: Patrick Tiemann, Daniel Westerhold und Jannik Kemena versäumten keinen Dienst. Zum Dank erhielten sie Kinogutscheine für das Spenger Zentraltheater. Traditionsgemäß brannten Mitglieder des Löschzugs auch wieder das Osterfeuer auf der großen Wiese am Gartenhallenbad ab. Dort allerdings loderte das Feuer im vergangenen Jahr zum letzten Mal: „Wir müssen den Platz wechseln, weil der Eigentümer uns mitgeteilt hat, dass er uns die Wiese nicht mehr für die Aktion zur Verfügung stellt", sagt Höpker. Aber die Engeraner Feuerwehr hat schon einen neuen Ort für die traditionelle Zusammenkunft gefunden: „In diesem Jahr brennt das Osterfeuer auf dem Schützenplatz."

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