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Es gibt gute Netzwerke für Eltern von Kindern mit Down-Syndrom in Sozialen Netzwerken. - © (Symbolbild): Pixabay
Es gibt gute Netzwerke für Eltern von Kindern mit Down-Syndrom in Sozialen Netzwerken. | © (Symbolbild): Pixabay

Bünde Down-Syndrom: Wo Eltern in Bünde Unterstützung finden

Ob Kinderarzt, Frühberatung oder Tagesmutter: Für Kinder mit Down-Syndrom gibt es viel Unterstützung. Das sei aber nicht immer so, sagt Vanessa Kristahn.

Angelina Kuhlmann
03.04.2021 | Stand 02.04.2021, 12:44 Uhr

Bünde. Als ihr Sohn Julian (4) mit dem Down-Syndrom geboren wird, hat Familie Kristahn viele Fragen im Kopf. Was bedeutet das für unseren Alltag? Finden wir für Julian trotz Down-Syndrom eine Tagesmutter? Gibt es einen Kindergarten, wo Julian hin kann? Und was ist mit dem Kinderarzt? In Bünde und vor allem auch im Netz gibt es für die Familie bis heute immer eine Antwort – und viel Unterstützung.

„Man muss sich als Eltern zu Beginn erst einmal selbst auf den Weg machen und sich nicht darauf verlassen, dass einem Beratungsstellen alles abnehmen”, sagt Julians Mutter Vanessa Kristahn (42). Was sie allen Eltern empfiehlt, die ein Kind mit Down-Syndrom haben oder bekommen, ist das starke Netzwerk an Eltern in Sozialen Netzwerken im Internet. „Dort gibt es viele Gruppen und die Mitglieder helfen sich bei Fragen", sagt sie.

Für Bünder Eltern empfiehlt sie darüber hinaus die Frühförderstelle im Johannes-Falk-Haus in Hiddenhausen als Ansprechpartner. „Und auch das Jugendamt in Bünde hat uns gut unterstützt", ergänzt Vanessa Kristahn. Gerade auch, wenn es um einen Platz bei einer Tagesmutter und dann später in einem Kindergarten geht. „Vor dem Kindergarten war Julian bei Tagesmutter Franziska Schreiber in Dünnerholz.”

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Trotzdem ist nicht alles rosarot

Mittlerweile geht der Vierjährige in die additive Kindertagesstätte Abenteuerland in Spradow. Auch das Babyturnen war für die Familie selbstverständlich beim BTW möglich, Babyschwimmen ebenfalls in der Hebammenpraxis am Lukas-Krankenhaus und als Kinderarzt hat sich Jan Hambruch mittlerweile auch über die Stadtgrenzen hinweg einen Namen bei Eltern mit einem Kind mit Down-Syndrom gemacht.

Vanessa Kristahn gibt Tipps. - © Angelina Kuhlmann
Vanessa Kristahn gibt Tipps. | © Angelina Kuhlmann

„Man muss dazu sagen, es ist trotzdem nicht alles rosarot. Auch wenn in Bünde schon vieles gut läuft”, sagt Vanessa Kristahn. Sie weist damit auch auf viele schlechte Erfahrungen hin, die ihr bekannte Familien in anderen Städten gemacht haben. „Menschen mit Down-Syndrom werden immer noch ausgeschlossen. Es gibt viel, was sich dringend ändern muss. Zum Beispiel gibt es auch in Bünde noch nicht genug Kita-Plätze für Kinder wie Julian”, sagt sie.

Melden könnten sich hilfesuchende Eltern natürlich immer auch bei ihrer eigenen Elterninitiative „Down-Syndrom bereichert” auf Facebook, so Kristahn. Gute Informationen bieten auch das Down-Syndrom-Infocenter, die Deutsche Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom und die Initiative „Von Mutter zu Mutter”.

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