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Begrüßten jeden Gottesdienstbesucher persönlich: Christian Lohkamp (v.l.) Eva Gartz, Stephan Voga und Ayse Özkan - © Thorsten Mailänder
Begrüßten jeden Gottesdienstbesucher persönlich: Christian Lohkamp (v.l.) Eva Gartz, Stephan Voga und Ayse Özkan | © Thorsten Mailänder

Bünde Gelebte Inklusion in einem besonderen Gottesdienst

Der 17. Himmel-und-Erde-Gottesdienst wurde in der Kreuzkirche Ennigloh gefeiert. Sechs Institutionen arbeiten zusammen.

Thorsten Mailänder
09.11.2019 | Stand 09.11.2019, 17:15 Uhr

Bünde. In der Kreuzkirche ging es am Sonntagmorgen deutlich unruhiger zu als sonst am Sonntagsgottesdienst. Es war jedoch eine positive Unruhe im Ennigloher Gotteshaus. Schon zum 17. Male fand der Himmel-und-Erde-Gottesdienst statt. Aus dem gesamten Bünder Stadtgebiet hatten sich Menschen mit und ohne Behinderung eingefunden, um einen fröhlichen Gottesdienst zu begehen. „Suche Frieden und jage im nach", so das Motto des diesjährigen Himmel-und-Erde-Gottesdienstes. „Es immer mit der jeweiligen Jahreslosung identisch", sagte Pfarrer Markus Fachner. Die Orgel blieb dabei stumm Zum Beginn wurde das Lied „Ein bisschen Frieden" von Nicole von der Werkstattband der Hüffer Heide unter der Leitung von Waltraud Schindler gesungen und gespielt. Die Kirchenorgel bleibt bei dieser Veranstaltung stumm. Die Begleitmusik lag bei der Werkstattband. Mitglieder der Hüffer Heide und der Bethel-Begegnungsstätte zeigten sechs kurze Anspielszenen aus dem täglichen Leben, von denen jeweils drei einen positiven und drei einen negativen Ausgang hatten. „Es wird geklatscht und gejubelt", sagte Reiner Ebmeier vom Arbeitskreis für Menschen mit Behinderung und Pflegeberatung in der Stadt Bünde. Neben dem Arbeitskreis wirkten die Evangelisch-Lutherische-Philippus-Kirchengemeinde, die Lebenshilfe Lübbecke, die Stiftung Bethel, die Diakonische Stiftung Wittekindshof und die Musikschule der Stadt Bünde mit. „Schon im April beginnen die Planungen für den Gottesdienst, der am ersten Sonntag im November stattfindet", sagt Reiner Ebmeier und nennt den 1. November als den Termin für den Himmel-und-Erde-Gottesdienst im nächsten Jahr. Die Überschüsse aus dem Verkauf von Speisen und Getränken und die Tageskollekte gehen in diesem Jahr an das Weißrussland-Projekt, das von Ulrike Jaeger betreut wird. „Jedes Jahr fahren junge Leute nach Weißrussland um bei der Renovierung von maroden Häusern zu helfen", sagt Ebmeier. Die Idee zum Himmel-und-Erde-Gottesdienst kam ursprünglich vom im Jahre 2017 verstorbenen Reinhard Spanier.

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