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Das Führerhaus des Lkw wurde weiter in den Auflieger gedrückt. - © Andreas Eickhoff
Das Führerhaus des Lkw wurde weiter in den Auflieger gedrückt. | © Andreas Eickhoff

Bünde/Hiddenhausen Unfall auf A30: Schwerverletzter Mann aus Lkw geborgen

Am frühen Donnerstagmorgen stießen zwei Lkw zusammen. In Richtung Bad Oeynhausen musste die Polizei eine Vollsperrung einrichten.

Angela Wiese
10.10.2019 | Stand 11.10.2019, 14:15 Uhr |
Andreas Eickhoff

Bünde/Hiddenhausen. Viel Glück hatte in der Nacht zum Donnerstag ein 58-jähriger Lkw-Fahrer aus Hannover, der auf der A30 auf einen Auflieger aufgefahren war. Er wurde zwar schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt in eine Klinik gebracht. Feuerwehrleute mussten ihn zuvor aus seinem völlig zerstörten Führerhaus befreien. Zu dem Unfall war es gegen 1.45 Uhr zwischen den Anschlußstellen Bünde und Hiddenhausen gekommen, als der Fahrer eines 7,5-Tonnen-Lkw samt Anhänger auf der A30 aus Richtung Osnabrück kommend in Richtung Bad Oeynhausen unterwegs war. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr er auf den Auflieger eines 63-jährigen Versmolder Tiefkühl-Logistikers, beide Fahrzeuge kamen erst nach etwa 150 Meter zum Stehen. Das Führerhaus des Lkw verkeilte sich dabei in den Auflieger. Der 63-Jährige bremste und hielt auf dem Seitenstreifen. Durch die Wucht des Zusammenstoßes hatte sich die offenbar unzureichend gesicherte Ware auf dem Anhänger mehr als einen Meter nach vorne geschoben, die Ladefläche des Zugfahrzeuges unter das Führerhaus. Das Führerhaus des Lkw wurde weiter in den Auflieger gedrückt, wobei der Lkw-Fahrer eingeklemmt wurde. Feuerwehr befreite eingeklemmten Fahrer Der schwer verletzte Fahrer wurde von den rund 60 herbeigeeilten Feuerwehrleuten der Bünder Feuerwehr befreit und vom Notarzt an der Unfallstelle behandelt, ehe er in eine Klinik zur weiteren Versorgung eingeliefert werden konnte. Der Aufliegerfahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Die Polizei sperrte an der Anschlußstelle Bünde die Autobahn sowie die Zufahrt, ein rumänischer Pritschenwagen fuhr dennoch mit eingeschalteten, gelben Blinklicht durch die Rettungsgasse bis zwischen die Einsatzfahrzeuge. Dort warteten die Polizeibeamten mit einer Anzeige und einer Sicherheitsleistung von mehr als 200 Euro. Die Ladung, in Kartons verpackte Textilien, mussten teilweise von Hand umgeladen werden, ehe der Klein-Lkw abgeschleppt werden konnten. Die Bünder Feuerwehr unterstützte die Polizei bei der Beweissicherung mit einer Drohne. Die Sperrung der Fahrbahn in Richtung Bad Oeynhausen dauerte bis circa 8 Uhr. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich auf rund 10 Kilometern.

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