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Betriebsstellenleiter Wolfgang Welscher und Pressesprecherin Maria Pottmeier-Rath von Westfalen Weser Netz begutachten den Aushub an der Werfer Straße. - © Sebastian Beeg
Betriebsstellenleiter Wolfgang Welscher und Pressesprecherin Maria Pottmeier-Rath von Westfalen Weser Netz begutachten den Aushub an der Werfer Straße. | © Sebastian Beeg

Bünde Nach Stromausfällen werden in Bünde neue Stromkabel verlegt

Westfalen Weser Netz GmbH erneuert 200 Meter Mittelspannungsleitung unter der Werfer Straße für 30.000 Euro. Der Bereich sorgte in den vergangenen zwei Monaten für Stromausfälle.

Sebastian Beeg
12.09.2019 | Stand 12.09.2019, 17:41 Uhr

Bünde. Die Baustelle wirkt unscheinbar. Ein Teil der Straße ist mit rot-weißen Warnschildern abgesperrt, Teile des Gehwegpflasters liegen fein säuberlich gestapelt auf Europaletten, daneben sind mehrere Sandhaufen aufgeschüttet. Bauarbeiter sind gerade dabei, die Zufahrt zu einem Parkplatz zu pflastern. Der Grund für die Baumaßnahmen ist zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr zu sehen und dennoch von enormer Bedeutung für das tägliche Leben. Denn zurzeit tauscht die Westfalen Weser Netz GmbH ein Mittelspannungskabel auf der Werfer Straße aus. Damit reagiert der Netzbetreiber auf zwei Stromausfälle im Juli und August, die Teile Bündes, Engers und Spenges betrafen. Der Grund dafür war rasch gefunden. Eine bestimmte Kabelstrecke, ausgehend vom Umspannwerk Bustedt. Eben die Leitung, die zwischen den Ortsnetzstationen Enger Straße 66 und Werfer Straße 46 in Bünde liegt. Der dort verbaute Kabeltyp, so teilt Westfalen Weser Netz mit, habe sich als "anfällig" erwiesen. "Teilweise dauert es dann Jahre, bis sich der Schaden bemerkbar macht." "Das kann immer mal wieder passieren, dass die Kabel defekt sind. Das kann zum Beispiel durch die Bewegung des Erdreichs oder durch Tiefbauarbeiten passieren, ohne dass das bemerkt wird", sagt Wolfgang Welscher, der als Teamleiter bei Westfalen Weser Netz für den Netzbetrieb in Bünde zuständig ist. "Teilweise dauert es dann Jahre, bis sich der Schaden bemerkbar macht." Normalerweise haben Erdkabel eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren. Immer wieder kann aber etwa Feuchtigkeit in die Isolierung eindringen und zu einem Kurzschluss führen. Wenn das passiert, gehen in der Straße die Lichter aus. Fällt der Strom aus, löst im betreffenden Umspannwerk, in diesem Fall in Bustedt, eine Schutzfunktion aus, die den betroffenen Bereich vom Netz nimmt. Gleichzeitig wird ein Notfallteam von der Leitstelle losgeschickt, das den genauen Bereich lokalisiert. "In der Regel dauert es so 30 bis 45 Minuten, bis wir den Fehler geortet haben." Eile ist in solchen Fällen geboten. "Durch diesen Kurzschluss ist das Erdkabel größeren Belastungen ausgesetzt." Nachdem nun zwei Stromausfälle innerhalb kurzer Zeit in diesem Bereich auftraten beschloss der Netzbetreiber, kurzfristig zu handeln. In einem ersten Bauabschnitt werden nun die Kabelröhren verlegt. Ende September wird dann das Mittelspannungskabel - eine 10.000-Volt-Erdleitung - durch diese bereits unterirdisch liegenden Röhren geschoben. Insgesamt werden 200 Meter Kabel ausgetauscht, Westfalen Weser Netz investiert etwa 30.000 Euro in die Baumaßnahme. Momentan ist der Vekehr auf der Werfer Straße eingeschränkt, die zwischen der Engerstraße und der Dürerstraße als Einbahnstraße verläuft.

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