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Die CDU Bünde will sie in die Innenstadt verlegen. - © Gerald Dunkel
Die CDU Bünde will sie in die Innenstadt verlegen. | © Gerald Dunkel

Bünde CDU Bünde will innenstadtnahe Skate-Anlage

Die Anlage an der Osnabrücker Straße ist laut den Christdemokraten zu wenig frequentiert.

Gerald Dunkel
12.09.2019 | Stand 11.09.2019, 20:42 Uhr

Bünde. Die Skate-Anlage an der Osnabrücker Straße ist für viele Jugendliche schlecht zu erreichen, weil zu weit außerhalb. Laut CDU-Fraktion im Bünder Stadtrat sei die Anlage schlecht frequentiert. Sie soll einem Antrag nach an die Bismarckstraße umziehen und auf dem Gelände hinter der Post als Ergänzung zum Kinderspielplatz installiert werden. Die Christdemokraten haben dem Bürgermeister nun ein entsprechendes Papier für den nächsten Jugendhilfeausschuss im November vorgelegt. Seit fast 19 Jahren besteht die Skate-Anlage an der Osnabrücker Straße nahe dem Autohof. Im November 2000 wurde sie - nach zeitweise zähen Planungen und Bauabschnitten - offiziell eingeweiht. Doch schon Wochen zuvor waren Jugendliche auf der etwa 1.500 Quadratmeter großen Anlage unterwegs. Sechs Jahre lang wurde das Projekt in den politischen Gremien und der Verwaltung diskutiert. Auch Vorurteile von Bürgern mussten dabei aus dem Weg geräumt werden. Die Stadt investierte 100.000 D-Mark in die Anlage Einer der Skater sagte damals: "Die haben nur Angst, dass mit der Rampe Gewalt, Alkohol und Drogen kommen." Sogar aus Kirchlengern kamen die Jugendlichen damals, weil die Anlage dort auf sich warten ließ. Die Stadt investierte damals 100.000 D-Mark, nahm die Blader und Skater aber auch selbst in die Verantwortung, die Anlage in Schuss zu halten. Einige Jahre lang fanden auf der Anlage selbst und drumherum verschiedene Veranstaltungen statt - unter anderem Fun Sessions mit mehreren Tausend Besuchern auf der Anlage und auch auf dem angrenzenden Autohof-Gelände und den Höhpunkt ihrer Popularität erreichte das Gelände an der Abzweigung zur Sunderbachstraße wohl im Februar 2009. Damals träumten die Sportler vom Verein "Skateboarding Bünde" davon, hier die Europameisterschaft auszutragen. Dafür hätte die vorhandene Ausstattung aber nicht mehr genügt und so wollte der Verein, der seit Juni 2008 bestand, vor zehn Jahren 250.000 Euro sammeln. Freizeitareal Elsebogen würde aufgewertet Mit den Jahren nahm die Besucherfrequenz aber offensichtlich ab. Als Grund nennen die Christdemokraten die Ausstattung und die Lage am Rand der Stadt. Dort gibt es zwar keine Reibungspunkte mit Anwohnern wegen entstehenden Lärms. "Gleichzeitig fehlt es in der Bünder Innenstadt an Orten, an denen sich Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Freizeit aufhalten können", schreibt Georg Kruthoff, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat. "Mit einer modernen Skateranlage würde nicht nur das Sport- und Freizeitareal Elsebogen aufgewertet, sondern stadtnah ein weiteres attraktives Angebot für Außenaktivitäten geschaffen." Mit dem Antrag soll die Stadtverwaltung beauftragt werden, eine neue Skate-Anlage auf dem Gelände zwischen Tennisplätzen und Bismarckstraße hinter der Post zu prüfen, die als Ergänzung zum dortigen Kinderspielplatz entstehen soll. Der Jugendhilfeausschuss tagt am 13. November.

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