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Tatort: Die Spurensicherung hat Markierungen auf dem Parkplatz an der Löhner Straße angebracht.  - © Eike J. Horstmann
Tatort: Die Spurensicherung hat Markierungen auf dem Parkplatz an der Löhner Straße angebracht.  | © Eike J. Horstmann

Hiddenhausen Mordkommission "Eilshausen" sucht verschwundenen Mercedes und die Tatwaffe

Der Wagen soll sich direkt nach der Bluttat in Hiddenhausen "auffällig schnell" vom Tatort entfernt haben. Außerdem sucht die Polizei nach einer unbekannten Frau.

Jobst-Werner Lüdeking
12.06.2019 | Stand 12.06.2019, 20:15 Uhr

Herford/Hiddenhausen/Bielefeld. Die Mordkommission „Eilshausen" sucht jetzt öffentlich nach einem Mercedes, der vom mutmaßlichen Haupttäter (30) genutzt wurde, der für die Bluttat an der Bünder Straße/Ecker Löhner Straße  in Hiddenhausen verantwortlich sein soll. Es handelt sich um eine stahlblaue Mercedes A- Klasse, Baujahr 2001. Der Wagen ist bisher nicht auffindbar. Möglicherweise spielt auch noch ein weiteres Auto eine wichtige Rolle in dem Fall. Zu der Bluttat war es in der Nacht von Donnerstag, 30. Mai, auf Freitag, 31. Mai 2019, kurz vor 23.10 Uhr gekommen. „Nach ersten Zeugenangaben soll sich zu diesem Zeitpunkt ein mit vermutlich mehreren Personen besetzter dunkler Pkw mit Herforder Kennzeichen auffällig schnell vom Tatort entfernt haben", teilte Polizeisprecherin Sonja Rehmert jetzt in Bielefeld mit. Mordkommission sucht nach einer weiteren Person Die Theorie, dass es mehrere Täter gewesen sein müssen, die das Opfer attackierten, hatten bereits Freunde des 31-Jährigen vertreten. Der Möbelmonteur Ibrahim A., der auch als Mitarbeiter für einen Sicherheitsdienst aktiv war, galt, wenn es ein musste, als überaus wehrhaft. Derweil steht die Mordkommission „Eilshausen" noch vor einem weiteren Problem. Die Ermittler suchen, wie die nw.de erfuhr, nach wie vor nach der Tatwaffe. Sehr wahrscheinlich ist es ein Messer. Mit ihm waren dem Opfer mehrere Stichverletzungen zugefügt worden. Bereits am Morgen nach dem Verbrechen war ein Spürhund im Einsatz - allerdings ohne Erfolg. Noch am Freitag nach der Tat hatte sich ein erster Mann (30) gestellt. In der vergangenen Woche hatten die Ermittler dann einen zweiten Verdächtigen (32) festgenommen. Beide Männer sind miteinander verwandt. Gegen beide Männer erließ ein Richter Haftbefehl, sie sitzen in Untersuchungshaft. Beide machen von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Daher ist auch die Frage des tatsächlichen Motivs noch offen. „Nach bisherigem Ermittlungsstand könnte eine vorangegangene körperliche Auseinandersetzung mit dem späteren Opfer am Tag zuvor Hintergrund für die Tat am 30 Mai gewesen sein", teilte die Polizeisprecherin mit. Grund für die Auseinandersetzung weiterin unklar Wie bereits berichtet, soll es zwischen dem 30-Jährigen und dem späteren Opfer zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. Dabei soll Ibrahim A. seinem Kontrahenten schließlich die Nase gebrochen haben. Worum es ging ist unklar. Nach unbestätigten Meldungen soll es um Geld gegangen sein. Zu der Tat war es kurz nach 23 Uhr gekommen. Der 31-Jährige, der rund 500 Meter vom Tatort entfernt bei seiner Freundin lebte, hatte sich verabschiedet und gesagt, er müsse noch einmal kurz raus. Offenbar traf er sich dann mit dem oder den späteren Tätern. Die Auseinandersetzung begann wohl auf der gegenüber liegenden Straßenseite und der dann durch mehrere Stiche schwerst verletzte Mann schafft es dann noch sich bis kurz vor die Bäckerei zu schleppen. Offenbar zogen ihn dann Helfer zu der Stelle, an der jetzt die Blumen liegen. In diesem Zusammenhang sucht die Polizei nach weiteren Zeugen – vor allem auch nach der Frau, die dem 31-Jährigen in der Tatnacht Erste Hilfe leistete. Sie wird dringend gebeten, sich bei den Ermittlern zu melden.Derweil sollen die Blume und Kerzen, die in den vergangenen Tagen an der Kreuzung abgelegt wurden, in Kürze von Angehörigen des 31-jährigen Opfers mitgenommen und die Stelle so geräumt werden. Polizeisprecherin Sonja Rehmert: „Zeugen, die Beobachtungen zum Tatgeschehen selbst oder zu dem in der Tatnacht gesichteten dunklen Pkw gemacht haben beziehungsweise Hinweise zu dem gesuchten blauen Mercedes geben können, mögen sich bitte bei der Polizei, MK „Eilshausen", unter Tel. (05221) 888-0 melden."

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