Seit dem Frühjahr nicht zu nutzen: Die Wege im Dustholz sind gesperrt. - © Gerald Dunkel
Seit dem Frühjahr nicht zu nutzen: Die Wege im Dustholz sind gesperrt. | © Gerald Dunkel

Bünde Dustholz: Streit zwischen Stadt und Forstamt

Planungsausschuss: Seit März sind die Wege dort zum Teil zerstört und für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Forstbehörde tut sich wegen eines Personalwechsels schwer mit der Bearbeitung

Gerald Dunkel

Bünde. Seit Monaten sind Wege im Dustholz in Ennigloh gesperrt, damit sich Bürger, die dort entlang gehen nicht verletzen. Grund sind die Wegeoberflächen, die bei Arbeiten des Forstamts Minden nach dem Sturm "Friederike" zum Teil zerstört worden sind. Damit kommt die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nach. Beschädigt wurden die Wege beim Bewegen von Baumstämmen, die nach dem Unwetter auf dem Boden lagen. Seit dem Frühjahr geht es nun darum, wer die Zeche zahlen und die Wege reparieren soll. Der Schaden soll nach Informationen der Neuen Westfälischen etwa 28.000 Euro betragen. Im Planungsausschuss teilte Bündes Technischer Beigeordneter Andreas Siepenkothen mit, dass das Forstamt da offenbar noch Zeit benötige und man mit der Behörde im Gespräch sei. Elmar Holstiege (Bündnis 90/Die Grünen) forderte, dass die Stadt die Reparatur zunächst in Auftrag geben soll, um sich im Weiteren mit dem Forstamt wegen der Regulierung des Schadens ins Benehmen zu setzen. "Dann wären die Wege aber zumindest wieder für die Bürger nutzbar", so Holstiege. Als Grund, warum das Forstamt Minden, das auch für Bünde zuständig ist, für die Bearbeitung der Angelegenheit so lange benötige, gab Andreas Siepenkothen an, dass dort ein leitender Mitarbeiter gewechselt habe. Horst Wibbeler (CDU) erklärte dazu, dass es "einem Schuldeingeständnis der Stadt Bünde" gleichkomme, wenn sie den Schaden - wenn auch nur zunächst - auf eigene Kosten beheben lassen würde. Zudem muss die alte Wegeoberfläche als Sondermüll entsorgt werden, da sich darin polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) befinden, da die Deckschicht vor Jahrzehnten noch mit Teer produziert wurde. Wann Bürger im Dustholz mit einer neuen Asphaltierung rechnen können, ist noch unklar.

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