Das Lukas-Krankenhaus in Bünde. - © Gerald Dunkel
Das Lukas-Krankenhaus in Bünde. | © Gerald Dunkel

Bünde Krankenhaus-Bieter will langfristig investieren

Lukas-Krankenhaus: Entscheidung über Verkauf von 25-Prozent-Anteil ist weiter offen

Bünde. In fünf Wochen wird sich entscheiden, wer künftig Anteile am Lukas-Krankenhaus besitzen wird: Der Kreis Herford oder ein kirchlicher Träger, der sich ebenfalls um den Zuschlag bemüht. Wie exklusiv berichtet, hat der Kreis Herford in dem Bestreben, 25,1 Prozent des Lukas-Krankenhauses zu übernehmen, Konkurrenz bekommen. Ein diakonischer Träger, der mehrere Kliniken in ganz Deutschland betreibt, hat nach Informationen der Neuen Westfälischen Interesse bekundet. Wie mehrere an den Verhandlungen beteiligte Personen der NW bestätigten, haben die Interessenten vor einigen Wochen ihr detailliertes Konzept den Verantwortlichen des Trägervereins des Lukas-Krankenhauses ausführlich vorgestellt und erläutert. Der Kreistag hat der Übernahme der Anteile bereits zugestimmt, das Lukas-Krankenhaus soll eng mit dem Klinikum zusammenarbeiten, es ist geplant, manche medizinischen Disziplinen nur noch an einem Standort vorzuhalten. Auch in der Ausbildung des Pflegepersonals soll kooperiert werden, eine gemeinsame Pflegeschule ist geplant. Was fehlt, um den Verkauf der Anteile zu besiegeln, ist die Zustimmung des Krankenhaus-Vereins Bünde/Enger. Dieser ist Eigentümer des Lukas-Krankenhauses und hier fällt letztlich die Entscheidung, welcher Interessent den Zuschlag bekommt. Bei dem Angebot des diakonischen Trägers sollen schon viele Details berücksichtigt worden sein, so sind Investitionsverpflichtungen enthalten, und die lange evangelische Tradition des Lukas-Krankenhauses bliebe erhalten. Ebenfalls soll der Bieter seine Vorstellungen über die zukünftige medizinische Ausrichtung des Lukas-Krankenhauses deutlich gemacht haben. So soll das Angebot weitgehend vor Ort erhalten bleiben – das dürfte ein Unterschied zur geplanten Kooperation mit dem Kreis Herford sein. Und: Die Eigenständigkeit würde vertraglich geregelt. Für Krankenhaus-Geschäftsführer Hans-Ulrich Sorgenfrei hat die „mittel- und langfristige Sicherung des Hauses oberste Priorität" in den aktuellen Verhandlungen. Im Gespräch mit der NW betonte er, dass die Frage „was ist das Beste fürs – Lukas-Krankenhaus?" im Mittelpunkt stehen müsse.

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