Einmalig in Europa: Der Doberg ist ein Naturdenkmal, in dem es viel zu entdecken gibt. Foto: Gerald Dunkel - © www.gerald-dunkel.de
Einmalig in Europa: Der Doberg ist ein Naturdenkmal, in dem es viel zu entdecken gibt. Foto: Gerald Dunkel | © www.gerald-dunkel.de

Führungen im Doberg am Tag des Geotops

Naturschauspiel: Der Paläontologische Arbeitskreis und die Volkshochschule laden am kommenden Sonntag, 16. September, zwischen 15 und 18 Uhr ein

Katharina Eisele

Bünde. Der Doberg – zehn Millionen Jahre Erdgeschichte in 140 Metern mächtigen Meeresablagerungen konserviert und seit fast 200 Jahren besammelt und wissenschaftlich erforscht. Was gewaltig klingt, ist für den Laien aber oft schwer nachzuvollziehen. Hilfe bekommen Interessierte am Tag des Geotops am kommenden Sonntag, 16. September. In der Zeit von 15 bis 18 Uhr finden stündlich Führungen statt. Treffpunkt ist Gaußstraße/Ecke Albert-Schweitzer-Straße. Außerdem gibt es im Kernbereich des Dobergs mehrere Informationsstände, bei denen die Situation vor Ort erklärt wird. Fossilien sind zu besichtigen, zudem wird Informationsmaterial ausgelegt und besprochen. Der Doberg ist ein Naturdenkmal und die einzige Stelle in Deutschland, wo alle drei Stufen dieser alttertiären erdgeschichtlichen Epoche, die vor 33,7 Millionen Jahren begann und vor 23,8 Millionen Jahren endete, vorhanden sind. Momentan noch aufgeschlossen und gut zugänglich sind die 70 Meter mächtigen Meeresablagerungen aus der Oberoligozänzeit, die auf engstem Raum eine fast vollständige Schichtenfolge aufweisen und 1971 zum Typusprofil ernannt worden sind. 1984 wurde der Doberg in das Geotop-Kataster und 1989 in die Liste der paläontologischen Bodendenkmäler aufgenommen. Das Geotop Doberg wurde 1984 vollständig als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Sammeln von Fossilien ist daher streng untersagt.

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