Tragisch: Beamte der Autobanpolizei Heford bei der Unfallaufnahme auf der A 30 bei Bünde, nachdem ein Mercedes-Fahrer bei einem Reifenwechsel vom einem Lkw erfasst und getötet worden war. - © Peter Steinert
Tragisch: Beamte der Autobanpolizei Heford bei der Unfallaufnahme auf der A 30 bei Bünde, nachdem ein Mercedes-Fahrer bei einem Reifenwechsel vom einem Lkw erfasst und getötet worden war. | © Peter Steinert

Bünde/Hiddenhausen Autofahrer bei Reifenwechsel auf A 30 von Sattelzug tödlich verletzt

Peter Steinert

Bünde/Hiddenhausen.  Keine Überlebenschancen hatte ein 55-jähriger Mercedes-Fahrer, nachdem er beim Reifenwechsel auf der Autobahn 30 zwischen den Anschlussstellen Bünde und Hiddenhausen vom Lkw eines 66l-Jährigen Polen erfasst worden war. Der Coesfelder verstarb in der Nacht von Freitag auf Samstag noch an der Unfallstelle. Der Polizei war zunächst ein stehengebliebener Lastzug auf dem Seitenstreifen der A 30 kurz hinter der Zufahrt Bünde in Fahrtrichtung Hannover gemeldet worden. Erst beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich die Tragik des Geschehens heraus. Nach Angaben der Polizei sei der Mercedes mit einem beschädigten Reifen, hinten links, auf dem Standstreifen liegen geblieben. Der Fahrer habe den Ersatzreifen bereits aus dem Kofferraum geholt, an die Stoßstange des Wagens gelehnt und den Wagenheber angesetzt. Dabei muss er von dem folgenden Lastwagen des Polen ungebremst erfasst und 50 Meter weiter bis unter die rechts verlaufende Leitplanke geschleudert worden sein. Der Lkw-Fahrer bemerkte den Zusammenstoß, stoppte mit einer Vollbremsung und verständigte per Notruf die Polizei, die die Autobahn zur Bergung und Unfallaufnahme sperrte. Etwa zwei Stunden dauerte diese Vollsperrung, was zu einem kilometerlangen Rückstau sorgte, der sich erst allmählich wieder auflöste, nachdem die Fahrbahn zunächst einspurig frei gegeben wurde. In der Zwischenzeit versuchten die Verkehrsteilnehmer dem Stau über die ausgeschilderte Umleitungsstrecke zu entgehen. Das gelang nur bedingt, weil die Ampelschaltung an der nächsten Kreuzung in Nähe der Bünder McDonalds-Filiale für dieses Verkehrsaufkommen aus einer Richtung nicht ausgelegt ist. Nach Erkenntnissen der Polizei hatte der Coesfelder seinen Mercedes nicht mit einem Warndreieck abgesichert, zudem soll er keine Warnweste getragen haben.

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