Neubau ist konkret in Planung: Hier an der Haßkampstraße sollen bald Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen entstehen. Investor ist die Bau- und Siedlungsgenossenschaft. - © Foto: GERALD DUNKEL||
Neubau ist konkret in Planung: Hier an der Haßkampstraße sollen bald Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen entstehen. Investor ist die Bau- und Siedlungsgenossenschaft. | © Foto: GERALD DUNKEL||

Bünde Ein Wohnquartier entsteht

Bau- und Siedlungsgenossenschaft: Vor allem in Bünde investiert das Unternehmen, zudem ist ein neuer Nachbarschaftstreff nahe der Innenstadt geplant

Stefan Boscher

Bünde. Die ordentliche Vertreterversammlung der Bau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Herford fand jetzt in der Gaststätte Zur Klinke statt. Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat Jürgen Müller hatte zur Stimmabgabe geladen. Die rund 2.300 Mitglieder starke Wohnungsbaugenossenschaft hat nach eigenen Angaben "ein ereignisreiches Geschäftsjahr" hinter sich. In den Jahren 2016 und 2017 hat das Tochterunternehmen der Genossenschaft 22 geförderte Wohnungen im Herforder Kreisgebiet für geflüchtete Menschen errichtet. Ein sogenanntes Modulares Grundrisskonzept, das im Hause der B&S entwickelt wurde, kam dabei zum Einsatz. "Die hohe Flexibilität der Grundrissgestaltung, die vergleichsweise geringen Kosten und die kurze Bauzeit, haben mittlerweile auch andere Bauherren überzeugt, die uns mit Projektstudien beauftragt haben" freut sich Vorstandsvorsitzende Petra Eggert-Höfel. Vorbereitungen laufen Eines der größten Modernisierungsprojekte der B&S wird derzeit in Enger realisiert. Hier hat das Unternehmen insgesamt 36 Wohnungen energetisch saniert und ein Blockheizkraftwerk installiert. Alle Häuer haben außerdem einen neuen Anstrich bekommen. Zudem wurden zwölf Wohnungen in Enger abgerissen. Auf den Grundstücksflächen sollen Neubauprojekte entstehen. "In der Planung sind hier Neubauwohnungen und eventuell eine Kindertagesstätte, die dann von einem Kooperationspartner betrieben würde", sagt Architekt Florian Ohmes. In Bünde bereitet das Unternehmen derzeit sein aktuellstes Projekt vor. An der Haßkampstraße soll das Quartier der B&S zukünftig durch einen frei finanzierten Neubau ergänzt werden. Einzel-Appartements, Maisonette-Wohnungen aber auch Penthouses werden hier innerstädtisch errichtet. Der Neubau soll auf dem leeren Grundstück neben den Mehrfamilienhäusern Haßkampstraße 39-43b entstehen. "Durch die verschiedenen Grundrisstypen entsteht hier in Ergänzung zu unseren Bestandsbauten und der Kita, die wir 2014 errichtet haben, ein gemischtes Wohnquartier" erklärt Petra Eggert-Höfel. Der komplette Bestand der B&S an der Haßkampstraße soll zukünftig außerdem über ein zentrales Blockheizkraftwerk versorgt werden. Ein geplanter Nachbarschaftstreff soll zu einem lebendigen Miteinander beitragen. 1.344 Wohnungen bewirtschaftet Genossenschaften sind demokratisch organisierte Unternehmensformen. Jedes Mitglied hat ein Stimmrecht für die Wahl der Gremien. Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus dem Vorsitzenden, Landrat Jürgen Müller, seinem Stellvertreter, Bürgermeister Rüdiger Meier aus Kirchlengern, und den weiteren Mitgliedern, Sparkassenvorstand Peter Becker, Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer aus Hiddenhausen sowie den wiedergewählten Aufsichtsräten Petra Karmann, Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch und Vorstandssprecher der Volksbank Andreas Kämmerling. Den Vorstand führt seit fast 15 Jahren Petra Eggert-Höfel, unterstützt von den nebenamtlichen Vorständen Landrat a.D. Christian Manz und dem ehemaligen Bürgermeister Klaus Rieke. Die B&S bewirtschaftet derzeit 1.344 eigene Wohnungen im Kreis Herford, von denen etwas mehr als die Hälfte frei finanziert sind. Die übrigen Wohnungen wurden mit öffentlichen Mitteln finanziert und unterliegen deshalb einer Mietpreisbindung. Die Durchschnittsmiete einer B&S-Wohnung betrug dem Unternehmen zufolge Ende 2017 4,81 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. 2017 investierte das Unternehmen für Modernisierungen und Instandhaltungen knapp 4,3 Millionen Euro in den Wohnungsbestand.

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