Brauchen Halt: Die Hände von Menschen mit Demenz. - © Thorsten Mailänder
Brauchen Halt: Die Hände von Menschen mit Demenz. | © Thorsten Mailänder

Bünde Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Demenzfachdienst

Thorsten Mailänder

Bünde. Den Mitgliedern des Ausschusses für Generationen und Soziales der Stadt Bünde wurde auf der jüngsten Sitzung die Arbeit vom Demenzfachdienst im Kreis Herford vorgestellt. Der Dienst wird durch das Diakonische Werk im Kirchenkreis Vlotho und die PariSozial Minden-Lübbecke/Herford getragen. Die Demenzfachberatung erfolgt bei den Klienten zu Hause. So kann genau auf das Umfeld und die persönlichen Situationen eingegangen werden. "Das Beratungsangebot soll Familien helfen, das Krankheitsbild Demenz besser zu verstehen, und in einem Unterstützungsnetz benötigte Hilfen zu finden und zu finanzieren. Die Kosten übernimmt dabei die gesetzliche Pflegeversicherung", sagt Hartmut Emme von der Ahe, der als Fachbereichsleiter von PariSozial zusammen mit Naila Altvater für das Angebot verantwortlich ist. Er warb im Fachausschuss für seine Sache. Ein wichtiger Bestandteil der Beratungsmaßnahme ist das "Logbuch Demenz". Hierbei handelt es sich um einen Patientenpass für Menschen mit Demenz. In einem klassischen Ringordner werden alle wichtigen Daten und Unterlagen aufbewahrt. Beratung kann nach Unterzeichnung zeitnah beginnen Das "Logbuch Demenz" wurde vom Träger in Zusammenarbeit mit der AOK NordWest entwickelt. "Das Logbuch Demenz" ist eine willkommene Hilfestellung nicht nur für die Angehörigen, sondern für alle Akteure der Medizin, der Pflege und der Betreuung. In einer Broschüre über die Angebote der Gesundheitsversorgung für Menschen mit Demenz und für ihre Bezugspersonen im Kreis Herford werden die Ärzte genannt, die neben dem behandelnden Hausarzt als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie eine weitergehende Diagnose stellen können. Die Stellen der Demenz- und Pflegeberatung werden in diesem Heft vorgestellt und Tagespflegeeinrichtungen benannt. Zudem finden sich Angebote für Angehörige von Demenzkranken. "Diese Broschüre erhalten die Klienten oder deren Angehörigen von uns", sagt die Fachberaterin Naila Altvater. Der Ausschuss für Generationen und Soziales der Stadt Bünde stimmte einer Kooperation mit dem Demenzfachdienst im Kreis Herford einstimmig zu. Am Donnerstag, 22. März, soll zwischen den beiden Partnern, der Stadt Bünde und den beiden Trägern des Demenzfachdienstes, eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben werden. Dann kann die Beratung zeitnah begonnen werden. Die Normalität im Leben der Menschen mit Demenz sollte so lange wie möglich erhalten bleiben. "Humor und Musik sind immer wichtige Elemente für eine gute Lebensqualität", sagt Hartmut Emme von der Ahe. Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite unter www.demenzfachdienst.de.

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