Eine Filiale des Bäckerjungen in Bünde. - © Archivfoto: Katharina Georgi
Eine Filiale des Bäckerjungen in Bünde. | © Archivfoto: Katharina Georgi

Kreis Herford Sanierungsverfahren beim Bäckerjungen ist abgeschlossen

Bäckerei Zimner: Neuer Gesellschafter ist von der Gläubigerversammlung genehmigt worden

Katharina Eisele

Kreis Herford. Unter das Kapitel Sanierung des Bäckerjungen hat die Gläubigerversammlung gestern einen Schlussstrich gezogen: „Der Insolvenzplan ist vollständig angenommen worden", teilt Sanierungsexperte Joachim Walterscheid mit. Dadurch ist auch die Übernahme durch den neuen Gesellschafter „Karlchens Backstube" für die Zimner GmbH & Co. KG mitgenehmigt worden. „Das bringt vor allem Rechtssicherheit für die Mitarbeiter", sagt Walterscheid und erklärt: „Durch die Übernahme bleiben die Arbeitsverträge bei demselben Rechtsträger." Betroffen sind 81 Mitarbeiterinnen in 21 Bäckerjunge-Filialen. Die Zimner GmbH & Co. KG aus Bünde hatte am 6. April des vergangenen Jahres einen Antrag auf Insolvenz in vorläufiger Eigenverwaltung gestellt. Am 1. Juni war der Eigenverwaltung stattgegeben worden. Ende Januar fiel eine Investorenentscheidung zugunsten des Löhner Unternehmens Karlchens Backstube, geführt von Karsten Krüger und Simone Böhne. Im Prozess der Insolvenz wurden bisher vier von ursprünglich 21 Bäckerjunge-Filialen geschlossen. 13 übernimmt das Löhner Unternehmen „Karlchens-Backstube" und vier weitere wurden an andere Mitbewerber verkauft. Derweil war auch die Produktion mit 51 Mitarbeitern geschlossen worden. „Der überaus größte Teil davon hat aber wieder Arbeit", hatte Zimner im Juni gegenüber der NW gesagt. Gemeinsam mit seinen Kollegen und auch den neuen Inhabern Karsten Krüger und Simone Böhne hätten man sich „sehr aktiv" für die Vermittlung eingesetzt. Beim Verkaufspersonal gab es keine Kündigungen. Stattdessen wurde innerhalb der Filialen umbesetzt, erklärt Walterscheid. Derzeit beschäftigt die Gesellschaft der Geschwister Böhne/Krüger um die 400 Mitarbeiter.

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