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In Ennigloh: So sah der Plan für das zentrale Schulzentrum Bünde-Nord im Jahr 1967 aus. Geplant waren unter anderem kaufmännische Unterrichtsanstalten des Kreises Herford (1), ein Mädchengymnasium (2) sowie eine Realschule (3). Repro: NW/Peter Heidbrink|| - © Peter Heidbrink
In Ennigloh: So sah der Plan für das zentrale Schulzentrum Bünde-Nord im Jahr 1967 aus. Geplant waren unter anderem kaufmännische Unterrichtsanstalten des Kreises Herford (1), ein Mädchengymnasium (2) sowie eine Realschule (3). Repro: NW/Peter Heidbrink|| | © Peter Heidbrink

Bünde Bünde vor 50 Jahren: Ein Schulzentrum für die Elsestadt entsteht

Ein zentraler Standort für Realschule, Handelslehranstalten und Mädchengymnasium soll in Ennigloh entstehen

Peter Heidbrink
02.08.2017 , 05:00 Uhr

Bünde. Die Schullandschaft in der Elsestadt stand in der 31. Kalenderwoche 1967 vor größeren Veränderungen: Erste Pläne für ein Schulzentrum Bünde-Nord in Ennigloh kamen auf, als Oberbaurat Leupold Plätze an der Holser Straße besichtigte.

"Bei der Besichtigung entstand die Idee des Schulzentrums, weil sich dieses Gelände direkt dafür anbot: Vorhanden sind nämlich bereits die Volksschulen von Ennigloh - die Schule II wird Mittelpunktschule -, die alte Turnhalle und besonders das Sportzentrum mit Freibad, Hallenbad, Stadion, Trainingsplatz und Reithalle", hieß es am damals an einem Donnerstag in der Neuen Westfälischen.

Und weiter: "Dort zusätzlich zu bauen wären die Realschule, das neue Mädchengymnasium und die Höhere Handelsschule. Hinzu käme noch eine große, dreiteilige Turnhalle, und das Dustholz würde zu einem echten Erholungszentrum für die Bevölkerung mit Anlagen, Minigolfplatz und so weiter ausgebaut."

Ziel dieses Planes sei nicht nur ein örtliches Schulzentrum, sondern auch ein organisches Verbinden der Schultypen: "Es können leichter Übergänge zu den verschiedenen anderen Schulen geschaffen werden, eine Möglichkeit, die es in Hessen und benachbarten europäischen Ländern seit langem gibt: Das reibungslose Ineinandergreifen vom Kindergarten bis zur Reifeprüfung", so die Berichterstattung damals. "Es ist schade, dass Nordrhein-Westfalen diese Ideen so spät aufgegriffen hat, mancherlei Fehlinvestitionen wären uns erspart geblieben", urteilte Amtsdirektor K. Buddemeier. Bis zur endgültigen Realisation des Plans, der in Düsseldorf akzeptiert wurde, sollte es aber noch dauern.

Ferner wurde vor 50 Jahren auch über die erste Sitzung des Schulverbandes Hunnebrock-Hüffen berichtet. Dabei wurde Bürgermeister Hagemeier (Hunnebrock) zum Vorsitzenden und Ratsmitglied Pieper (Hüffen) zu seinem Stellvertreter gewählt.

Kreisdirektor Kemper eröffnete die erste Sitzung und beglückwünschte die beiden Gemeinden zur Gründung des Schulverbandes. Sie sei ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Schulverhältnisse in diesem Raume. Bedauernswert sei es allerdings, dass sich die Gemeinde Werfen bisher nicht angeschlossen habe.

Rappelvolle Bude beim Schützenball in Ennigloh

Mit Schulbeginn am 7. September 1967 sollten alle Jahrgänge der Volksschule Hunnebrock und der Volksschule Hüffen in der Mittelpunktschule in Hunnebrock unterrichtet werden. Auch die Werfener Schüler sollten ursprünglich in die Schule in Hunnebrock gehen: "In den Gemeinden Hüffen und Werfen kann wegen der geringen Schülerzahl keine Stammschule verbleiben, so dass auch die Grundschüler in die Volksschule Hunnebrock einzuweisen sind", hieß es in einem Schreiben des Kreisschulamtes. Bürgermeister Klaus (Werfen) teilte in der Sitzung mit, dass er sich bewusst sei, dass seine Gemeinde auf Dauer nicht in der Lage sein wird, die Schule zu behalten. Zu diesem Zeitpunkt sei er aber nicht in der Lage, entsprechende Beschlüsse herbeizuführen.

Darüber hinaus wurde in der 31. Kalenderwoche über den großen Schützenball des regierenden Königspaars "Walter von der Vogelweide und Lina der Treuen" berichtet: "Im Ennigloher Schützenhof war kein Stuhl mehr frei. Auch auf der Tanzfläche wurde eine Stehparty gefeiert, weil es kaum Bewegungsmöglichkeit gab", heißt es.

Am Ende des 65. Schützenfestes der Ennigloher Schützengesellschaft bildeten "Christel, die Blumenkönigin" und "Paul, der Sportler" das neue Regentenpaar.

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