Setzen ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten: Carlotta Becker (vorne) und die Unicef-AG des Gymnasiums am Markt beteiligten sich am "Red Hand Day" und übergaben die gesammelten Hände an den Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze. - © Björn Kenter
Setzen ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten: Carlotta Becker (vorne) und die Unicef-AG des Gymnasiums am Markt beteiligten sich am "Red Hand Day" und übergaben die gesammelten Hände an den Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze. | © Björn Kenter

Bünde Rote Hände als starkes Zeichen

Red Hand Day: Schüler der Unicef-AG des Gymnasiums am Markt nehmen an weltweiter Aktion gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten teil

Bünde. Schätzungen zufolge gibt es weltweit über 250.000 Kinder, die in zahlreichen bewaffneten Konflikten in den Kampf geschickt werden. Das Leben dieser Kinder ist von einer ständigen Angst vor Landminen, Hinterhalten oder Gewehrfeuer geprägt. Viele von ihnen sterben oder kehren mit schweren körperlichen und psychischen Schäden nach Hause zurück. Seit 2002 gibt es jeweils am 12. Februar den "Red Hand Day", eine weltweite Initiative, die ein Zeichen gegen diesen Missbrauch von Kindern setzt. Nationale und internationale Organisationen wie das Kinderhilfswerk Unicef, Amnesty International und die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes unterstützen diesen Gedenktag, an dem rote Handabdrücke gesammelt und an Politiker in aller Welt übergeben werden. Ebenfalls mit dabei sind die 25 Schüler der Unicef-AG aus den Klassen 5 bis 9 des Gymnasiums am Markt. Mit roten Händen aus Papier, die jeweils mit einer Botschaft beschriftet und auf Stellwänden befestigt wurden, sprechen sich Mitglieder gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten aus. Übergeben wurden die Hände jetzt an den Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze, Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dieser versprach, die Hände zunächst nach Berlin zu bringen und sie anschließend an die Vereinten Nationen in New York weiterzuleiten. "Mit diesen Händen wird die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam gemacht. Dass Kinder mit einer Waffe in der Hand kämpfen müssen, ist vor etwas mehr als 70 Jahren auch am Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland passiert", erinnerte Schwartze. "Heute geschieht das nicht mehr ungestraft, doch passiert weltweit noch insgesamt zu wenig gegen diesen Missbrauch", so der Abgeordnete. Für Carlotta Becker aus der Jahrgansstufe 9, die sich bereits seit mehreren Jahren in der AG engagiert, gehört die Leitung des Projektes zu den Bestandteilen ihrer Ausbildung als Junior-Teamerin der Unicef. "Kinder gehören nicht an Waffen. Wir hoffen, dass diese Aktion etwas bewegt und wollten damit ein Zeichen setzen", betont die 15-Jährige. Die roten Hände hatten die Mitglieder der AG in den Pausen und bei den wöchentlichen Treffen ausgeschnitten und beschriftet. "Wir haben das gemacht, weil wir nicht mehr wollen, dass Kinder als Soldaten eingesetzt werden und ums Leben kommen", ergänzt AG-Mitglied Celine. "Es ist wichtig, den Finger in die Wunden zu legen und somit Öffentlichkeit zu schaffen", lobte auch Schulleiterin Karin Stallmann das Engagement der von den Lehrerinnen Gudrun Ledendecker und Kerstin Gohrbrandt geleiteten AG.

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