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Bünde Bünderin erhält Michel-Lucius-Preis für Geologie

Massenaussterben an der Jura-Grenze erforscht

25.01.2016 | Stand 25.01.2016, 12:38 Uhr
Auswirkungen von gewaltigen Naturereignissen untersucht: Diplom-Geologin Natascha Kuhlmann aus Bünde mit dem begehrten Preis. - © Privat
Auswirkungen von gewaltigen Naturereignissen untersucht: Diplom-Geologin Natascha Kuhlmann aus Bünde mit dem begehrten Preis. | © Privat

Bünde. Die Bünderin Natascha Kuhlmann, die am Steinmann-Institut (Arbeitsgruppe Umweltgeologie) der Universität Bonn promoviert, hat am 16. Januar den renommierten Michel-Lucius- Preis für Geologie erhalten. Dieser wichtige Nachwuchspreis wurde ihr jetzt für die herausragenden, spannenden Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit von der Association Géologique du Luxembourg, dem Musée National de l’histoire naturelle Luxembourg und dem Institut Géologique Michel Lucius verliehen.

Seit dem jahr 2007 werde der Michel-Lucius-Preis alle zwei bis drei Jahre an einen jungen verdienstvollen Geowissenschaftler überreicht, heißt es in einer Mitteilung weiter. Der Preisträger werde aufgrund bemerkenswerter Leistungen im Bereich der Geowissenschaften vom Vorstand der Association Géologique du Luxembourg bestimmt. In Frage kommen vor allem Personen, die sich durch ihre Arbeiten im Bereich der Geologie Luxemburgs und der Großregion besonders hervorgetan haben.

Natascha Kuhlmann beschäftigt sich in den Forschungen im Rahmen ihrer Doktorarbeit, die vom Luxemburgischen Forschungsministerium unterstützt wird, mit dem Massenaussterbereignis an der Trias/ Jura Grenze vor etwa 200 Millionen Jahren im nordöstlichen Pariser Becken (Luxembourg, Deutschland und Frankreich).

Die Gründe für dieses massenhafte Aussterben von Tieren und Pflanzen werden heute intensiv und kontrovers diskutiert. Mit Hilfe von multidisziplinären Untersuchungsansätzen konnte die Bünderin im ihrem Arbeitsgebiet erstmalig die Auswirkungen von extremen Erdbeben, gewaltigem Flutbasaltvulkanismus (bedingt durch die Öffnung des Mittelatlantischen Ozeans) und des Einschlags eines großen Asteroiden bei Rochechouart im nordwestlichen Zentralmassif in Frankreich in den Ablagerungen der Luxemburg-Trierer Bucht nachweisen.

Die Preisträgerin revanchierte sich bei der Preisverleihung mit dem spannenden Vortrag: „Lavaflut und Sternenschauer: Das apokalytische Ende der Trias in Luxemburg".

Nähere Infos im Internet unter: www.geology.lu/index.php/actualites/conferences-et-excursions/42-lavaflut-sternenschauer

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