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Am Rande der FFF-Demonstration in Werther soll ein Polizist unachtsam seine Fluppe auf den Boden geschnippt haben. - © Symbolfoto/ Pixabay
Am Rande der FFF-Demonstration in Werther soll ein Polizist unachtsam seine Fluppe auf den Boden geschnippt haben. | © Symbolfoto/ Pixabay

Kreis Gütersloh Polizist wirft Kippe auf Straße - Frau aus Kreis Gütersloh stellt ihn zur Rede

Die Demonstration der Friday-For-Future-Bewegung in Werther verlief ruhig. Allerdings erregte eine Begebenheit am Rande den Unmut eines Ehepaars. Auslöser war ausgerechnet ein Polizeibeamter.

Heiko Kaiser
03.12.2019 | Stand 03.12.2019, 13:43 Uhr

Werther. Die Demonstration der Friday-For-Future-Bewegung in Werther verlief ruhig und ohne Beanstandungen durch die Polizei oder das Ordnungsamt. Allerdings erregte eine Begebenheit am Rande den Unmut eines Ehepaars aus Borgholzhausen. Auslöser war ausgerechnet ein Polizeibeamter.

Werther. Die Demonstration der Friday-For-Future-Bewegung in Werther verlief ruhig und ohne Beanstandungen durch die Polizei oder das Ordnungsamt. Allerdings erregte eine Begebenheit am Rande den Unmut eines Ehepaars aus Borgholzhausen. Auslöser war ausgerechnet ein Polizeibeamter. Die beiden Borgholzhausener standen im Kreis der Demonstranten und hörten den Redebeiträgen vor dem Rathaus zu. Dabei beobachtete Lisa Griesmeyer, wie ein Polizist seine Zigarettenkippe auf den Gehweg warf, austrat und anschließend mit dem Fuß auf die Straße kickte. Sie sei zu ihm hingegangen und habe gesagt: „Das finde ich so nicht in Ordnung. Das geht nicht", berichtet sie. Die Reaktion erzürnte die Sprecherin des Kreisvorstands der Grünen noch mehr als das Wegwerfen der Kippe. Denn nach ihrer Aussage habe der Beamte gesagt: „Das war ja klar, dass hier jetzt so was kommt." „Was Sie machen, ist eine Ordnungswidrigkeit", habe sie erwidert. Daraufhin habe der Polizist die Zigarettenkippe aufgesammelt und im Auto entsorgt. Als „nicht angemessen" empfindet Uwe Griesmeyer das Verhalten des Beamten, aber auch der beiden Kollegen an dessen Seite. „Ich habe ihnen gesagt, dass es doch ihre Aufgabe sei, den Kollegen darauf hinzuweisen, nicht die Zigarette auf die Straße zu werfen. Darauf hin bekam ich zur Antwort: „Drehen Sie sich um, der Text kommt von der anderen Seite (von den Rednern vor dem Rathaus, d. Redaktion)." „Wir können dafür ein Bußgeld von fünf bis 1.000 Euro verhängen" Noch drei Tage danach empört Uwe Griesmeyer dieses Verhalten. Er hatte zunächst eine offizielle schriftliche Beschwerde in Erwägung gezogen und sich zu diesem Zweck das Kennzeichen des Polizeifahrzeugs notiert. „Aber es geht mir ja nicht darum, einen einzelnen Beamten anzuschwärzen. Mir geht es vielmehr um das prinzipielle Verhalten. Ich will es öffentlich machen, um zu zeigen, dass so etwas einfach nicht geht. Von Polizeibeamten erwarte ich ein beispielhaftes Verhalten", so Uwe Griesmeyer. Mark Kohnert, Polizeisprecher in Gütersloh, war der Vorfall Montag noch nicht bekannt. „Sollte es sich so abgespielt haben, ist das natürlich unglücklich. Aber dazu müssen erst einmal beide Seiten gehört werden", sagte er. So lange allerdings keine offizielle Beschwerde vorliege, werde man dem nicht nachgehen, fügte er hinzu. Während beispielsweise in Bielefeld das Wegwerfen von Zigarettenkippen mit einem Ordnungsgeld von bis zu 40 Euro geahndet wird, gibt es nach Aussage von Jürgen Pilgrim, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Sozialwesen bei der Stadt Werther, keinen speziellen Bußgeldkatalog. „Wir können dafür ein Bußgeld von fünf bis 1.000 Euro verhängen", sagt er.

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