Werther Böckstiegel-Museum wird feierlich eröffnet

Die Gäste der Eröffnungsveranstaltung sind begeistert von der äußeren und inneren Optik des neuen Gebäudes. Für einen von ihnen erfüllt sich mit dem Museum sogar ein Traum

Nicole Bliesener

Werther (aha). Ob Peter August Böckstiegel das neue Museum wohl gefallen würde? So ganz anders als sein kleines Elternhaus, streng, ultramodern, wie ein "Findling in der Obstwiese", wie es Architekt André Habermann nennt? Fest steht, dass sich Böckstiegel zeit seines Lebens einen Ort für seine Kunst gewünscht hat, und dieser Ort nun einen außergewöhnlichen Kontrapunkt zum bestehenden Künstlerhaus setzt. Der frühere Landrat Günter Kozlowski erklärt: "Für mich ist das ein besonderer Tag, weil ich Sonja und Vincent Böckstiegel hier vor 25 Jahren kennenlernen durfte. Damals war noch nicht klar, was aus dem Erbe wird - auch Dresden und Frankfurt waren Optionen. Ich konnte sie für den Standort in Arrode begeistern, und heute lösen wir das Versprechen ein, dass das Erbe ihres Vaters angemessen gewürdigt wird." Andrea Wandschneider, Leiterin des Kunstmuseums Paderborn: "Ich bin zum ersten Mal hier und empfinde es als schöne Koinzidenz, dass wir gerade die von Böckstiegel angelegte Kunstsammlung zeigen und hier das Museum eröffnet wird - es ist provokant und gefällig zugleich." Für den ehrenamtlichen Mitarbeiter Dieter Stier erfüllt sich mit dem Museum ein Traum: "Dass ich mit meinen eigenen Händen Bilder aufhängen darf, ist etwas ganz Besonderes." Landtagspräsident Kuper sprach von einem "kulturellen Juwel für die Region".

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