Entworfen hat es die Agentur gotoMEDIA aus Delbrück-Anreppen mit Stefan Neisemeier, Sarah Fischer und Patrick Ruhtz (v. l.). - © FOTO: ROLAND THÖRING
Entworfen hat es die Agentur gotoMEDIA aus Delbrück-Anreppen mit Stefan Neisemeier, Sarah Fischer und Patrick Ruhtz (v. l.). | © FOTO: ROLAND THÖRING

Verl Elegant und stark zugleich

Die Stadt Verl bekommt ein Logo: Deutliche Mehrheit für den Favoriten der Wettbewerbsjury

VON ROLAND THÖRING

Verl. Ein angedeutetes Wappen, gefüllt mit fünf aufstrebenden Farblinien: Mit diesem Logo will sich die Stadt Verl künftig öffentlich präsentieren. Bei sechs Gegenstimmen und einer Enthaltung hat der Rat mehrheitlich für diesen Entwurf der Agentur gotoMEDIA aus Delbrück-Anreppen gestimmt.

Das Logo hatte zuvor eine Jury aus Vertretern der Stadt und des Rates, der Werbegemeinschaft, des Musik- und Kulturverbandes, des Stadtsportverbandes, der Dorfgemeinschaften und der Wirtschaft als bestes aus 20 Entwürfen ausgewählt.

Seit März hatte Frank Heinze von der Dortmunder Agentur Heinze und Partner die Logoentwicklung fachlich begleitet. Zunächst wurde aufgrund einer Image-Analyse eine Marke "Verl" entwickelt, auf deren Grundlage die Stadt einen Agenturwettbewerb ausschrieb. Von 18 angefragten Agenturen waren 13 bereit, sich daran zu beteiligen. Sieben Agenturen wurden anschließend gebeten, bis zu drei unterschiedliche Gestaltungsentwürfe und einen zusammenfassenden Slogan, in der Marketingsprache Claim genannt, einzureichen.

Vier Entwürfe kamen in die engere Wahl und wurden, anonymisiert und somit nicht einer bestimmten Agentur zuzuordnen, von der Jury bewertet. Das Ergebnis fiel nach eingehender Diskussion schließlich eindeutig aus: Während drei Logos jeweils drei Punkte erhielten, entfielen auf den Siegerentwurf acht Punkte.

Die Jury habe die "sehr elegante" grafische Gestaltung in Verbindung mit der feinen Typografie überzeugt, führte Frank Heinze am Montagabend vor dem Rat aus. Zugleich vermittele es "auf angenehme Weise Stärke". Die Form des Logos sei eine moderne Interpretation der Form eines Wappens. Die fünf Farben stünden für die fünf Verler Ortsteile, wobei sie nicht einem bestimmten Ortsteil zugewiesen seien.

Den zweiten Platz teilen sich drei Entwürfe, von denen einer ebenfalls von der Anreppener Agentur gotoMEDIA stammt. Er zeigt den Umriss des Verler Stadtgebietes, der mit fünf farbigen, diagonal verlaufenden Linien gefüllt ist. Ebenfalls zweite Plätze vergab die Jury an die Entwürfe der Gütersloher Medienfabrik und der Agentur Gestaltende, ebenfalls aus Gütersloh.

Die zu Arvato gehörende Medienfabrik überzeugte in ihrem Entwurf "mit einer gewissen Leichtigkeit". Wie Schwingen oder Federn treffen sich drei farbige Striche und bilden ein stilisiertes "V". Dagegen zeigt das Logo der Gestaltenden den Namen der Stadt als wuchtigen Schriftzug. Er drückt Stärke aus, und der Kleinbuchstabe "L" wird durch ein rotes Quadrat zu einem Ausrufezeichen.

Farbe und Typografie erinnern an den Auftritt des Sürenheider Küchenherstellers Nobilia. Im Vergleich zu den Logos der Nachbarkommunen liege Verl damit "allemal weit vorne", lobte Frank Heinze den Siegerentwurf, auf dessen Basis nun die endgültige Fassung des Verler Logos erarbeitet werden soll. Dabei geht es um Details: um eine querformatige Fassung zum Beispiel oder um eine schwarz-weiß zu nutzende für kostengünstige Druckwerke.

Wenig begeistert zeigten sich Jury und Rat vom zugehörigen Slogan "Gut in Form". Das erinnere eher an den Werbeauftritt eines Fitnessstudios, lautete eine Kritik. "Ein guter Grund", von der gleichen Agentur bei dem zweitplatzierten Logoentwurf verwendet, fand mit seinem Doppelbezug (Grund im Sinne von Begründung und Grund als Örtlichkeit) mehr Anklang. Über den für Verl werbenden Claim soll nach der Sommerpause in den Ratsgremien weiter beraten werden.

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