Susanne Berberich wird die kommissarische Leiterin der neuen Verler Gesamtschule. Fachbereichsleiter Dirk Hildebrandt begleitete die 50-Jährige gestern bei ihrem Antrittsbesuch im Konrad-Adenauer-Schulzentrum und zeigte ihre die Räumlichkeiten. - © FOTO: ANJA HUSTERT
Susanne Berberich wird die kommissarische Leiterin der neuen Verler Gesamtschule. Fachbereichsleiter Dirk Hildebrandt begleitete die 50-Jährige gestern bei ihrem Antrittsbesuch im Konrad-Adenauer-Schulzentrum und zeigte ihre die Räumlichkeiten. | © FOTO: ANJA HUSTERT

Verl Neues Gesicht für neue Gesamtschule

Susanne Berberich wird kommissarische Leiterin / Mittwoch Infoveranstaltung für Eltern der Viertklässler

VON ANJA HUSTERT

Verl. Der Anruf der Bezirksregierung kam am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien. "Da bin ich gefragt worden, ob ich die kommissarische Leitung der neuen Gesamtschule in Verl übernehmen will", erinnert sich Susanne Berberich. Die 50-jährige Lehrerin aus Steinhagen bat sich Bedenkzeit aus, feierte Weihnachten, besprach das Angebot mit ihrer Familie. Nach den Feiertagen sagte sie zu.

"Und dann bin ich erstmal noch in Urlaub geflogen", erzählte sie gestern in Verl, wo sie sich gut gelaunt und von Fuerteventuras Sonne gebräunt vorstellte. "Die Genehmigung der Bezirksregierung Detmold für die neue Verler Gesamtschule, die zum Schuljahr 2013/14 startet, liegt vor, und die personellen Weichen sind gestellt", sagte Bürgermeister Paul Hermreck.

Dies sei der erste Schritt im zweistufigen Errichtungsverfahren der Schule, erläuterte Fachbereichsleiter Dirk Hildebrandt. Als nächstes folge das Anmeldeverfahren. "Mindestens 100 Verler Kinder müssen an der Schule angemeldet werden", erläutert Hildebrandt. Die Verwaltung rechnet jedoch mit mehr - mit einer Zahl von 158. "Wir haben eine sechszügige Gesamtschule genehmigt bekommen", so Hildebrandt.

Information

Eltern-Information


In einer Info-Veranstaltung am Mittwoch, 16. Januar, 17 Uhr in der Aula der Realschule werden die Eltern der Viertklässler über die Gesamtschule informiert.

Die Einladungen sind den Eltern über die Grundschulen zugegangen.

Die Anmeldung für die neue Gesamtschule findet vom 14. bis 16. Februar statt.

Die Anmeldung fürs Gymnasium ist dann vom 26. bis 28. Februar möglich. (jahu)

Am kommenden Mittwoch wird die kommissarische Schulleiterin den Eltern der Viertklässler die neue Gesamtschule in einer Informationsveranstaltung vorstellen. Dann folgt das vorgezogene Anmeldeverfahren vom 14. bis 16. Februar. "Das ist bei Schul-Neugründungen so üblich", erläutert Hildebrandt. "Für die Haupt- und die Realschule wird es keine Anmeldung mehr geben."

265 Schülerinnen und Schüler verlassen im Sommer die Grundschule nach der vierten Klasse, um dann auf die weiterführende Schule zu wechseln. "Wir haben bei der Planung auch eingerechnet, dass nicht nur Schüler mit einer Haupt- und Realschulempfehlung auf die Gesamtschule wechseln könnten, sondern auch zehn Prozent mit Gymnasialempfehlung", so Hildebrandt. Das seien die Eltern, die "G8" ablehnen, ihren Kindern also lieber neun Jahre Zeit bis zum Abitur geben wollen.

"Die Gesamtschule gibt Kindern mehr Möglichkeiten, sich zu entwickeln", meint Susanne Berberich. Sie sagt dies nicht nur als Lehrerin und zukünftige Schulleiterin, sondern auch als Mutter. Ihre drei Kinder - Sonja Christin (27), Simon Martin (25) und Anna Sophie (24) - haben ihre Schullaufbahn an Gymnasium, Realschule und Gesamtschule abgeschlossen. Und Susanne Berberich selbst unterrichtet seit 2007 an der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule in Werther und Borgholzhausen Musik, Religion, Kunst und Darstellen und Gestalten. Neben ihrem Lehrsamtsstudium für die Sekundarstufe I hat sie noch einen Studienabschluss als staatlich geprüfte Kommunikationsfachfrau Marketing vorzuweisen und die Schulleiterqualifizierung EFV. "Ich habe schon vor Jahren den Blinker in Richtung Schulleitung gesetzt", so Berberich. Ob sie auch nach der Einführungsphase der Stadt Verl erhalten bleibt, dass entscheidet nach Start der neuen Schule die erweiterte Schulkonferenz aus Lehrern, Schülern, Eltern und beratenden Mitgliedern aus Rat und Verwaltung. Susanne Berberich will sich auf jeden Fall dann auch auf die Schulleiterstelle bewerben, die nach Zustandekommen der neuen Schule ausgeschrieben wird. "Ich freue mich jedenfalls darauf, gestalten zu können", so Berberich, die zum Halbjahreswechsel mit einer halben Stelle an der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule für ihre Verler Tätigkeit freigestellt wird und ab Februar dann auch vor Ort für Eltern ansprechbar ist.

Entspannen kann sich Susanne Berberich bei Flamenco und als freischaffende Künstlerin in ihrem heimischen Atelier. Oder bei Spaziergängen mit ihrem blonden Labrador.

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