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David Puentez ist nur ein Künstlername des gebürtigen Heilbronners Benjamin Beyer. Aktuell lebt er mit seiner Frau Lou in Köln. Sie ist die Tochter von Schlager-Star Nino de Angelo. - © Picture Alliance
David Puentez ist nur ein Künstlername des gebürtigen Heilbronners Benjamin Beyer. Aktuell lebt er mit seiner Frau Lou in Köln. Sie ist die Tochter von Schlager-Star Nino de Angelo. | © Picture Alliance

Interview Letzter Auftritt 2022 in OWL: David Puentez am Samstag im Kreis Gütersloh

David Puentez legt am Samstag, 10. Dezember, im Verler Déjà-Vu-Club auf. Im Interview verrät er, warum OWL für ihn eine Party-Hochburg ist und warum ihm vor mehr als 200.000 Menschen fast gar nichts peinlich ist.

Lena Vanessa Niewald
09.12.2022 | Stand 09.12.2022, 11:31 Uhr

Herr Puentez, Ihr Auftritt in Verl ist nicht Ihr Erster hier – was ist Ihnen in Erinnerung geblieben?

DAVID PUENTEZ: Ich habe zwar bislang nicht viel von der Stadt gesehen, aber ich kann definitiv sagen: Verl kann feiern. (lacht) Wir waren bestimmt schon sechs oder sieben Mal im Déjà-Vu und es war jedes Mal super. Es ist dort zwar ziemlich klein und eng, aber das macht den Charme aus. Es ist einfach intimer.

Was verbinden Sie mit Ostwestfalen-Lippe?

OWL verfolgt mich schon lange. Meine Ex-Freundin kam aus Bad Oeynhausen, deshalb war ich natürlich viel in der Region unterwegs und habe die Leute dort gut kennengelernt. Ich mag die Menschen extrem gerne, weil sie sehr ehrlich sind. Es dauert zwar etwas länger, bis man mit ihnen warm wird und sie sind sehr eigen, aber wenn man sie einmal für sich gewonnen hat, dann sind sie ultra loyal und freundlich.

Ich hatte mittlerweile auch schon viele Auftritte in der Region. Im Bielefelder Elephant-Club war damals meine erste Show. Auch die Frauen in OWL sind immer sehr offen für elektronische Musik, was sehr, sehr selten ist. OWL ist echt eine Party-Hochburg. Wenn OWL auf dem Tourplan steht, freuen wir uns immer sehr!

Welche Shows mögen Sie denn lieber: kleine Auftritte im Club oder die großen Festival-Shows?

Beides hat seinen Reiz. Im Sommer ist man eher in so einer Festival-Stimmung und im Winter, wenn es kälter wird, macht es natürlich drinnen mehr Spaß. Ich glaube, für DJs ist es cooler und vor allem dankbarer in kleinen Locations aufzulegen, weil man dort besser neue Musik testen kann. Man bekommt ein besseres Gefühl dafür, wer zu den Shows kommt. Wenn ein Song nicht funktioniert, merkt man das relativ schnell. Das ist sehr ehrlich. Bei Festivals sieht man ja wirklich nur ein Meer von Menschen; außer Geschrei bekommt man von den Reaktionen gar nicht viel mit.

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Was war für Sie in diesem Jahr beruflich der schönste Moment?

Ganz ehrlich: Das war das verrückteste Jahr, das ich je hatte. Es war wirklich alles wie in einem Film. Aber auf der Hauptbühne des Parookaville-Festivals in Weeze aufzulegen – das war schon sehr speziell. Da waren so viele Leute, einfach krass. Das war für mich ein Traum, der in Erfüllung ging. Da werde ich noch lange drüber nachdenken.

Haben Sie schon immer davon geträumt, Produzent und DJ zu werden?

Nein. Und es war auch nicht so, dass ich eines Morgens aufgewacht bin und wusste: Ich muss DJ werden, weil die Mädels das toll finden. (lacht). Ich hatte tatsächlich bis zu meinem 15, 16 Lebensjahr gar kein klassisches Hobby. Ich habe zwar ein bisschen mit meinen Freunden Fußball gespielt – aber das war’s.

Als ich dann das erste Mal mit meiner Mama auf Ibiza war und mir total langweilig war, habe ich mich für einen DJ-Kurs angemeldet. Erst da habe ich meine Leidenschaft für Musik entdeckt. Mir hat das so viel Spaß gemacht, Song zu vermischen und die Übergänge zu basteln. Und irgendwann ist dann daraus ein Job geworden. Mein erster Gig war in der Schule, dann in einer Bar, dann im Club – es wurde wirklich von Mal zu Mal immer professioneller. Aber einen konkreten Plan hatte ich nie.

Läuft bei Ihnen privat nur Club-Musik oder gibt’s auch mal Schlager?

Kommt immer auf die Stimmung an. Im Hintergrund läuft bei uns eigentlich den ganzen Tag Chill-Out-Musik, sodass man sich ein bisschen wie in einem Luxushotel fühlt. Es kann natürlich auch mal sein, dass wir nach einem stressigen Wochenende, wenn mein Team und ich die ganze Zeit mit elektronischer Musik zu tun hatten, dass wir dann im Auto sitzen und mein Team und ich mal den Pur-Party-Hit-Mix hören. Für die gute Laune.

Im Sozialen Netzwerk Instagram folgen Ihnen mehr als 200.000 Menschen. Sie zeigen jeden Tag Einblicke in ihr Leben; sogar bis auf die Toilette nehmen Sie die Kamera mit. Gibt es nichts, das Ihnen peinlich ist?

Wenn ich in meinen eigenen vier Wänden bin, dann bin ich relativ entspannt. Gewisse Sachen, die ich mit meiner Frau zusammen mache, müssen im Netz aber nicht zu sehen sein. (lacht) Es gibt natürlich auch mal Streit oder andere negative Themen, die ich dort nicht so plakativ hinstellen würde – aber ansonsten bin ich bei uns zu Hause echt schmerzfrei.

In der Öffentlichkeit ist das anders. Wenn ich da Quatsch mache, fällt es mir deutlich schwerer. Wir waren gestern zum Beispiel im Outlet in Roermond und haben eine sehr, sehr witzige Werbung umgesetzt. Da ist es manchmal aber schon komisch, wenn ich die Blicke der Leute spüre.

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Haben Sie es jemals bereut, so viel Privates im Netz zu zeigen?

Nein. Das hängt ja auch immer mit der Community zusammen. Wir haben sehr höfliche und nette Menschen, die uns folgen. Je mehr du die Tür zu deiner Welt aufmachst und die Realität zeigst und keine Show machst, wird das authentischer und für die Leute greifbarer. Bis jetzt sind daraus eigentlich nur Vorteile und keine Nachteile entstanden, die uns in unserem Leben irgendwie einschränken.

Man merkt aber schon, wenn man Leute trifft, die einem bei Instagram oder TikTok folgen, dann versuchen sie immer ein bisschen zu verbergen, dass sie vieles über uns wissen. Sie tun dann aus Höflichkeit so als wüssten sie nicht, wo das Hundefutter bei uns steht. (lacht)

Die Show in Verl heißt „All I want for ChristmasisPuentez". Wie feiern Sie Weihnachten?

Wir sind wirklich total „anti-Weihnachten". (lacht) Wir machen uns echt nicht viel aus den ganzen Festen. Es gibt keinen Weihnachtsbaum, völlig unromantisch. Weihnachtsgeschenke haben wir auch schon in den vergangenen Jahren gestrichen, das artet nur in Stress aus. Wir machen das lieber das ganze Jahr und nicht auf einen Tag konzentriert.

Dieses Jahr werden wir zu Weihnachten im kleinen Kreis hier in Köln in einem schönen Restaurant essen gehen. Am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich noch meinen letzten Auftritt für dieses Jahr in Stuttgart – und dann rauschen wir ab in den Urlaub.

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