0
Die E-Mobilität soll in Verl ausgebaut werden. Eine Grundvoraussetzung dafür ist ein Netz von Ladesäulen. Insbesondere soll eine flächendeckende private und gewerbliche Infrastruktur entstehen. - © Pixabay/Symbolbild
Die E-Mobilität soll in Verl ausgebaut werden. Eine Grundvoraussetzung dafür ist ein Netz von Ladesäulen. Insbesondere soll eine flächendeckende private und gewerbliche Infrastruktur entstehen. | © Pixabay/Symbolbild

Verl Öffentliches Geld für private Ladesäulen in Verl gefordert

Die CDU will den Umstieg auf Elektroautos attraktiver machen. Dafür soll die Zahl der Schnellladesäulen in der Stadt erhöht und ein kommunales Förderprogramm für private E-Ladesäulen aufgelegt werden.

Roland Thöring
03.12.2019 | Stand 02.12.2019, 19:14 Uhr

Verl. Die CDU will den Umstieg auf die E-Mobilität mit einem kommunalen Förderprogramm voranbringen. In einem Antrag zum städtischen Haushalt für das kommende Jahr fordert die Fraktion nicht nur einen Ausbau des Ladesäulennetzes im öffentlichen Raum, sondern den Einsatz städtischen Geldes für die „Schaffung einer flächendeckenden privaten und gewerblichen Lade-Infrastruktur". Dafür sollen im Etat 2020 insgesamt 50.000 Euro bereitgestellt werden. Die Christdemokraten ergänzen damit das Paket der kommunalen Förderprogramme im Rahmen des Klimaschutzes. 2019 hatte die Stadt erstmals den Ausbau der Solarenergie gefördert. Im kommenden Jahr soll auch der Einbau neuer Heizungsanlagen bezuschusst werden. „Aus Sicht der CDU-Fraktion stellen solche Formen finanzieller Förderung der Eigeninitiative von Bürgern im Gegensatz zu Bevormundung und Verboten einen Weg dar, der Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang bringen kann." Neben den Bereichen Energie und Gebäude möchte die CDU nun auch den Verkehrssektor in die kommunalen Förderprogramme aufnehmen. Stadtwerk Verl könnte ein Partner werden Zur Förderung des Umstiegs auf Elektroautos sollen öffentlich zugängliche Schnellladestationen beispielsweise am Freibad, an der Verler Schützenhalle, am Parkdeck, an der Ostwestfalenhalle Kaunitz sowie am Sportgelände in Sürenheide aufgestellt werden. Die Verwaltung wird beauftragt, zur Finanzierung selbst eventuell verfügbare Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Bestehende Ladesäulen sollen möglichst zu Schnellladestationen umgerüstet werden. Nach dem Willen der CDU soll die Verwaltung prüfen, ob die Stadtwerk Verl GmbH als Kooperationspartner und Betreiber infrage kommt. Finanzielle Anreize für Bürger Weil weitere öffentliche Ladesäulen aber vermutlich nicht ausreichen werden, um der E-Mobilität in der Stadt zum Durchbruch zu verhelfen, soll es den Bürgern finanziell schmackhaft gemacht werden, auch zu Hause sowie an der Arbeitsstelle die Lade-Infrastruktur zu erweitern. Der Kreis derjenigen, die das Förderprogramm in Anspruch nehmen können, soll deshalb sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen umfassen. Die Kombination mit weiteren Fördermitteln will die CDU-Fraktion grundsätzlich zulassen.

realisiert durch evolver group