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Die Gebühren für die Restmüll-Entsorgung steigen je nach Größe des zu leerenden Abfallbehälters zwischen 15,3 und 15,7 Prozent. - © Symbolfoto/picture alliance
Die Gebühren für die Restmüll-Entsorgung steigen je nach Größe des zu leerenden Abfallbehälters zwischen 15,3 und 15,7 Prozent. | © Symbolfoto/picture alliance

Müllabfuhr in Verl wird im nächsten Jahr deutlich teurer

Die steigenden Entsorgungsentgelte der Abfallentsorgungsgesellschaft des Kreises Gütersloh GEG und die Kosten für den Bau des neuen Wertstoffhofes am Ewersweg führen zur Erhöhung der Gebühren.

Roland Thöring
08.11.2019 | Stand 08.11.2019, 15:49 Uhr

Verl. Die Müllabfuhr in Verl wird im kommenden Jahr erheblich teurer. Die Gebühren für die Restmüll-Entsorgung steigen je nach Größe des zu leerenden Abfallbehälters zwischen 15,3 und 15,7 Prozent an, die Bioabfallgebühr klettert um 7,3 Prozent. Das geht aus der neuen Gebührensatzung hervor, über die der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 14. November, beraten wird. Danach verteuert sich die Leerung einer 60-Liter-Restmülltonne von 69 auf 79,60 Euro pro Jahr. Die 80-Liter-Tonne kostet 106,12 statt 92 Euro, die 120-Liter-Tonne 159,16 statt 138 Euro und die 240-Liter-Tonne 318,28 statt 275 Euro. In diesen Preisen sind zwölf Leerungen pro Kalenderjahr enthalten. Preise für Bio-Tonnen waren seit acht Jahren stabil Jede weitere Leerung kostet zwischen 6,12 und 24,48 Euro zusätzlich, je nach Behältervolumen. Auch dies ist ein Anstieg um mehr als 15 Prozent. Die Preise der Abfallmulden klettern zwischen 11 und 15 Prozent. Die bisherigen Gebühren gelten seit 2016. Die Preise für die Bio-Tonnen waren sogar seit acht Jahren stabil. Das 80-Liter-Gefäß kostet ab dem 1. Januar kommenden Jahres 91,20 statt 85 Euro, die 120-Liter-Tonne 136,80 statt 127,52 Euro. Hintergrund des Preisanstiegs sind die zum 1. Januar 2020 steigenden Entsorgungsentgelte für den Haus- und Sperrmüll der GEG mbH. Die Abfallentsorgungsgesellschaft des Kreises Gütersloh erhöht ihre Preise für die Entgegennahme um 14,1 Prozent. Bioabfälle kosten sogar 16,8 Prozent mehr. Für die Stadt entstehen Mehrkosten in Höhe von 625.000 Euro Für die Stadt Verl entstehen dadurch Mehrkosten in Höhe von 625.000 Euro, rechnet die Stadtverwaltung in der Beratungsvorlage für den Ausschuss vor. In den vergangenen Jahren habe man durch Änderungen im Abfallentsorgungssystem und der damit verbundenen Reduzierung der Restmüll- und Sperrmüllmengen Preissteigerungen auffangen können. Zwischenzeitlich gab es für gute Abfallsortierer, die nur noch eine kleine Tonne benötigten, sogar mehrfach Gebührensenkungen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Die deutliche Erhöhung der Entsorgungsentgelte der GEG sowie die Abschreibungen für den neuen Wertstoffhof auf dem alten Schlachthofgelände am Ewersweg führe nun jedoch auch in Verl zu einer erheblichen Kostensteigerung bei den Müllgebühren.

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