Völlig zerstört: Der Astra des 31-Jährigen prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum. - © Andreas Eickhoff
Völlig zerstört: Der Astra des 31-Jährigen prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum. | © Andreas Eickhoff

Verl 31-Jähriger stirbt bei Verkehrsunfall in Verl

Wegen zu hoher Geschwindigkeit hatte der Unfallfahrer die Gewalt über sein Fahrzeug verloren und prallte gegen einen Baum

Verl. Zweiter tödlicher Unfall innerhalb von 12 Stunden im Südosten des Gütersloher Kreisgebietes: Offenbar aufgrund viel zu hoher Geschwindigkeit, so die Polizei, verlor ein 31-Jähriger Verler auf der Sender Straße die Gewalt über seinen Opel Astra, überschlug sich mehrmals und krachte schließlich vor einen Baum. Die Notärztin aus Hövelhof sowie das Rettungsdienstpersonal mussten trotz aller Bemühungen nach etwa 30 Minuten die Reanimationsversuche abbrechen, der Mann erlag seinen Verletzungen. Aufgrund der Spuren geht die Polizei von folgenden Hergang aus: Gegen 21.40 Uhr war der Verler mit seinem Opel aus Richtung Sende kommend in Richtung Verl unterwegs, als er in Höhe des Feldweg in der leichten Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abkam. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen im Gebüsch zwei Holzkreuze, die an zwei junge Frauen (†20, †21) erinnern, die bei einem schweren Unfall am 31. Januar 2011 ums Leben kamen. Sie waren damals eingangs der Linkskurve von der Straße abgekommen und schließlich durch heftiges Gegenlenken auf der linken Seite vor einen Baum geprallt. Der Astra des nun tödlich verunglücken Verlers schleuderte noch rund 120 Meter weiter, ehe er mit hoher Geschwindigkeit vor einen Baum prallte und liegen blieb. Zuvor war der Wagen nach rechts von der Straße abgekommen, hatte mehrere Begrenzungspfähle und Straßenschilder auf der Verankerung gerissen und sich mehrmals überschlagen. Offenbar hatte das Fahrzeug aufgrund der starken Beschädigungen auf dem Acker bereits Betriebsstoffe verloren. Mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum Der Wagen schleuderte dann quer über die Straße, wo dann ebenfalls ein Straßenschild gerammt wurde. Ein baum wurde in Höhe von etwa zwei Metern beschädigt, die Astra schleuderte weiter bis er schließlich mit immer noch hoher Geschwindigkeit vor einen Baum prallte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Motorraum fast bis zur Frontscheibe eingedrückt. Der Airbag des Lenkrades quetschte sich sogar durch die herausgerissene Windschutzscheibe und dem A-Holm. Im Fahrzeug transportierte der Mann mehrere (ungesicherte) Reifen. Durch das Unfallgeschehen flogen sie kreuz und quer durch das Fahrzeuginnere. Als die ersten Feuerwehrleute an der Unfallstelle eintrafen, musste sie zunächst die Reifen auspacken und am Fahrbahnrand lagern. Erst dann wurde der Mann aufgrund seiner schweren Verletzungen sofort aus dem völlig zerstörten Fahrzeug befreit („Crashrettung"). Bei den Wiederbelungsmaßnahmen wurden die Rettungsdienstmitarbeiter von entsprechend ausgebildeten Feuerwehrleuten unterstützt. Alle Bemühungen vergeblich Doch alle Bemühungen waren letztlich vergebens, vor Ort kümmerte sich Feuerwehrseelsorger Jens Hoffmann um die Rettungskräfte. Bei der Benachrichtigung der Angehörigen des Verstorbenen kamen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Notfallseelsorge zum Einsatz. Die Polizeibeamten sperrten die Sender Straße im Bereich der Unfallstelle komplett für mehrere Stunden. Der Astra wurde für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

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