Sperrmüll am Straßenrand. - © Pixabay
Sperrmüll am Straßenrand. | © Pixabay

Verl Verl will eine digitale Sperrmüllkarte einführen

Die Stadt kann sich auch vorstellen, die Wertstoffsammlung umzustellen und in die Sperrmüllabfuhr zu integrieren. Noch aber laufen die Entsorgungsverträge

Roland Thöring

Verl. Wer in Verl eine Sperrmüllabfuhr anzumelden hat, bedient sich heute einer Karte, die ihm als letzte Seite des Umweltkalenders jährlich zugesandt wird. Jetzt will die Stadt auch eine digitale Sperrmüllkarte einführen: Die Anmeldung der Abfuhr erfolgt dann über die Internetseite www.verl.de. Die Einrichtung der Online-Plattform ist Thema im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstag, 6. September, um 18.30 Uhr in der Mensa des Schulzentrums. Bürger, die sperrigen Müll loswerden möchten, sollen künftig auf der Homepage der Stadt durch das Anklicken eines Links die Sperrmüllanmeldung schnell und bequem online erledigen können. Stand der Bearbeitung kann eingesehen werden Dabei können sie sowohl den Wunschabfuhrmonat auswählen als auch den Stand der Bearbeitung einsehen und über die Art der Benachrichtigung (E-Mail, SMS) entscheiden. Sobald das Entsorgungsunternehmen Tönsmeier die passende Tour geplant hat, wird dem Anmelder der Abfuhrtag fünf bis sieben Tage vorher elektronisch übermittelt. Auch das Zeitfenster der Abfuhr soll direkt bei der Anmeldung ersichtlich sein. Die Anmeldung über das bisherige Kartensystem will die Stadt alternativ beibehalten. Wertstoffsammlung könnte in Sperrmüllabfuhr integriert werden Beibehalten werden soll laut Beratungsvorlage für den Fachausschuss auch – zumindest bis Ende März 2020 – die Wertstoffsammlung in der heutigen Form mit der flächendeckenden Abfuhr alle vier Wochen mit dem Wertstoffmobil. 2020 enden die Laufzeiten der Verträge der Stadt mit den beteiligten Entsorgungsunternehmen. Denkbar wäre es, die Wertstoffsammlung künftig in die Sperrmüllabfuhr zu integrieren. Dafür würde dann ein Raster bereit gestellt, in dem die Bürger die abzugebenden Wertstoffe eintragen können. Die monatliche Wertstoffsammlung würde parallel zur Sperrmüllsammlung durchgeführt. Entscheidung soll im kommenden Jahr fallen Auch eine Abholung von Sperrmüll und Wertstoffen auf Bestellung an einem Wunschtermin oder innerhalb von ein bis zwei Tagen nach der digitalen Anmeldung sei möglich, so die Verwaltung. Die Stadt möchte künftig weitere Synergien nutzen: Da das Pritschenfahrzeug, das anstelle des heute üblichen Pressfahrzeugs eingesetzt würde, regelmäßig im Stadtgebiet unterwegs wäre, könnten auch die vergebenen Leistungen der Containerstandortreinigung und der Abholung der großen Küchengeräte in die Tourenplanung integriert werden. Möglicherweise ließen sich die Leistungsverbesserungen durch mehr Wirtschaftlichkeit zu den heutigen Kosten finanzieren. Eine Entscheidung darüber soll im kommenden Jahr getroffen werden.

realisiert durch evolver group