Verhandlungspartner: Das Grundstück an der Paderborner Straße sowie die sich darauf befindende aktuelle Schützenhalle sind Eigentum der St.-Hubertus-Schützengilde. - © Roland Thöring
Verhandlungspartner: Das Grundstück an der Paderborner Straße sowie die sich darauf befindende aktuelle Schützenhalle sind Eigentum der St.-Hubertus-Schützengilde. | © Roland Thöring

Verl Schützenhalle in Verl soll der Stadt einen Mehrwert bieten

Erste Ideen werden abgewiegelt

Christian Geisler

Verl. "Die Schützengilde kann nicht ohne uns. Wir aber auch nicht ohne die Gilde", sagte Michael Esken (CDU) während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Dieser erteilte dem Bürgermeister einstimmig die Erlaubnis, offiziell mit der St.-Hubertus-Schützengilde in Verhandlungen zu treten. Die Stadt möge sich am Neubau der Schützenhalle an der Paderborner Straße finanziell beteiligen - jetzt gelte es, eine vertragliche Grundlage für die Kooperation zu erarbeiten. Das Grundstück an der Paderborner Straße sowie die sich darauf befindende aktuelle Schützenhalle sind Eigentum der St.-Hubertus-Schützengilde. Diese wird künftig auch die Trägerschaft der neuen Schützenhalle übernehmen. Der finanzielle Zuschuss der Stadt für den Neubau soll bei rund 2 Millionen Euro liegen, diesen auch nicht überschreiten. Die Gesamtkosten des Baus werden mit etwa 3 Millionen Euro beziffert. Im Gegenzug erhalte die Stadt Verl für ihre finanzielle Unterstützung ein Nutzungsrecht an der Halle. Bei den Verhandlungen zwischen Esken und der Schützengilde soll es nicht nur um finanzielle Mittel sondern auch um konkrete Nutzungszeiten gehen. "Für die Stadt muss ein Mehrwert entstehen", machte Wolfgang Rohde (FWG) deutlich. Die übrigen Parteien im Ausschuss pflichteten ihm bei. Derweil brachten sich einige Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses bereits mit ersten Ideen für optische Grundlagen und Nutzungsmöglichkeiten der neuen Schützenhalle ein. "Die Halle sollte energetisch günstig und architektonisch keine Zigarrenkiste werden", sagte Johannes Wilke (Bündnis 90/Die Grünen). Bürgermeister Esken wiegelte jedoch alle Ausführungen ab: "So weit sind wir noch lange nicht. Das wird erst der weitere Prozess ergeben." Ulrich Klotz von der FDP brachte es schließlich mit seiner Wortmeldung auf den Punkt: "Etwas Zurückhaltung wäre gut. Die Verhandlungen sind schließlich ergebnisoffen. Sie können auch dazu führen, dass man sich nicht mit der Schützengilde einigt."

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