Herzliche Verabschiedung: Bernhard Hilgenkamp (2. v. r.) zieht es nach seiner Pensionierung in den Norden. Gestern wird er von Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (v. l.), dem Nachfolge-Team Christel Kuch und Daniela Hartmann und Fritz-Otto Husemann, Leitender Schuldirektor bei der Bezirksregierung, mit dankbaren Worten bedacht. - © Gunter Held
Herzliche Verabschiedung: Bernhard Hilgenkamp (2. v. r.) zieht es nach seiner Pensionierung in den Norden. Gestern wird er von Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (v. l.), dem Nachfolge-Team Christel Kuch und Daniela Hartmann und Fritz-Otto Husemann, Leitender Schuldirektor bei der Bezirksregierung, mit dankbaren Worten bedacht. | © Gunter Held

Schloß Holte-Stukenbrock / Verl Das Ende eines kleinen Abenteuers

Pensionierung: Ein Jahr lang hat Bernhard Hilgenkamp die Realschule geleitet – zusätzlich zu seinem Job als Leiter der Realschule in Verl. Am Mittwoch ist er in den Ruhestand verabschiedet worden

Gunter Held

Schloß Holte-Stukenbrock. Bernhard Hilgenkamp verrät ein Geheimnis – nein, eigentlich zwei. Zum einen: In den Pausen reden Lehrer über Schüler. Und: Die Anzahl an Beschwerden über Schüler ist nicht sehr groß. Das sagte er zu den vier Klassensprechern der verbliebenen Klassen der Realschule, als er am Mittwoch in den Ruhestand verabschiedet wurde. Eine ausführliche Rede werde er nicht halten, sagte der Pädagoge gleich zu Beginn der kleinen Feierstunde. „Das ist alles schon in der vergangenen Woche passiert, als ich in Verl verabschiedet wurde. Hilgenkamp hat während des letzten Jahres seines Berufslebens zwei Schulen geleitet: Die Realschule Verl und die in Schloß Holte-Stukenbrock. Das sei nicht selbstverständlich, sagte Bürgermeister Hubert Erichlandwehr in seiner kurzen Ansprache. Während andere es in ihrem letzten Berufsjahr alles etwas langsamer angehen, habe sich Bernhard Hilgenkamp noch Aufgaben draufgepackt. Schule gut in Schuss „Ich habe vor einem Jahr eine Schule übernommen, die gut in Schuss war. Die Kolleginnen und Kollegen wissen, wie das Geschäft läuft und ich habe mich immer auf sie verlassen können. Vor allem aber habe er erlebt, dass das Lehrerkollegium sich mit hohem Engagement um die Schüler kümmert. Das ist bei einer auslaufenden Schule keine Selbstverständlichkeit." Und mit Blick auf Christel Kuch und Daniela Hartmann, die als Team die Realschule während ihres letzten Jahres leiten werden, sagte Hilgenkamp, dass er überzeugt sei, dass dieses Engagement bis zum Schluss beibehalten werde. Besonders bedankte er sich bei seinen beiden Sekretärinnen Rita Heimeier und Barbara Mertens. „Die Geheimnisse einer Schule kennt das Sekretariat – und die beiden haben mir diese Dinge offenbart. Ich bin froh, dass ich mich auf dieses kleine Abenteuer eingelassen habe." Allgemein hervorgehoben wurde Hilgenkamps zugewandte und souveräne Art. Und sein trockener Humor machte auch seinen eigenen Beitrag zu einem kurzweiligen Stück. Fritz-Otto Husemann, Leitender Schuldirektor bei der Bezirksregierung, würdigte Hilgenkamps hohes Maß an Empathie. Er habe Probleme, die in „seiner" Realschule in Verl oder in Schloß Holte-Stukenbrock, immer gleich wichtig genommen. Dann überreichte er ihm die Entlassungsurkunde.

realisiert durch evolver group