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Übergabe: Die Leiterin der Gesamtschule, Tanja Heinemann (l.), nahm vom Präsidenten von Arminia Bielefeld, Hans-Jürgen Laufer, die Plakette entgegen, welche die Gesamtschule als neue Partnerschule des Vereins ausweist. Um die Zusammenarbeit kümmert sich vor allem Maxine Birker. - © Roland Thöring
Übergabe: Die Leiterin der Gesamtschule, Tanja Heinemann (l.), nahm vom Präsidenten von Arminia Bielefeld, Hans-Jürgen Laufer, die Plakette entgegen, welche die Gesamtschule als neue Partnerschule des Vereins ausweist. Um die Zusammenarbeit kümmert sich vor allem Maxine Birker. | © Roland Thöring

Verl Verler Gesamtschule bekommt Unterstützung von Arminia Bielefeld

Kooperation: Die Gesamtschule und der Fußball-Zweitligist besiegeln offiziell ihre Partnerschaft. Dabei geht es nicht nur um Fußball, sondern auch um die Berufsorientierung

Roland Thöring
01.05.2018 | Stand 02.05.2018, 11:11 Uhr

Verl. Der Start im März begann mit einem Sieg: Der Tag, an dem die Gesamtschule Verl und der Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld ihre künftige Partnerschaft offiziell verkündeten, brachte dem DSC einen 1:0-Heimerfolg über den 1. FC Nürnberg, und mehr als 15 Schüler und einige Lehrer der Schule waren im Stadion live dabei.

Gestern folgte nun der Gegenbesuch: Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer brachte die Plakette mit, mit der die Partnerschaft besiegelt wird. Schulleiterin Tanja Heinemann nahm sie in der Sporthalle erfreut entgegen. Dort hatten sich am Morgen Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs zu einem kleinen Fußball-Turnier versammelt.

Es ist die erste Gesamtschule im Kreis, die von Arminia unterstützt wird

Zehn Partnerschulen unterstützt der Bielefelder Verein mittlerweile in der Region; im Kreis Gütersloh ist die Gesamtschule Verl die erste. Heinemann war denn auch begeistert, "wie schnell und komplikationslos" die Verbindung zustande kam. Die Arminia wird die Schule bei Fußballturnieren unterstützen und verspricht dabei auch Besuche ihrer Profikicker (gestern sollte Sören Brandy dem Turnier eigentlich beiwohnen, doch der war im Stau stecken geblieben).

Und auch im Bereich der Berufsorientierung eröffnet die Partnerschaft spannende Möglichkeiten, wie die ersten sieben Gesamtschüler am vergangenen Donnerstag, dem offiziellen "Girls Day" bereits erfahren konnten: Sie nahmen am Programm des Vereins teil, der den Mädchen nicht nur bei einer Führung sein Stadion zeigte und mit ihnen eine kleine Pressekonferenz veranstaltete, in deren Verlauf Fragen der Schülerinnen beantwortet wurden.

Welche Berufsfelder es im Sportverein gibt

Im Rahmen des Tages erfuhren die Verlerinnen auch, welche Berufsfelder ein solch großer Sportverein abdeckt. Es gebe mehr als nur den Profikicker, sagte gestern Maxine Birker, selbst Fußballspielerin bei der Arminia und im Verein für die Pflege der Städte- und Schulpartnerschaften zuständig. Unterschiedliche Jobs bieten die Bielefelder in ihrer Marketing- und Presseabteilung an, Buchhaltung und soziale Berufe sind hier vertreten, aber auch Veranstaltungskaufleute. "Man darf nicht vergessen: Mit einem Jahresumsatz von 25 Millionen Euro sind wir ein Wirtschaftsunternehmen", sagte Vereinspräsident Laufer.

Wenn man die Ansprechpartner kennt und einen "kurzen Draht" unterhält, sei das ein großer Vorteil für die Schule, so Tanja Heinemann. Auch der Verein sieht einen Gewinn in der Partnerschaft: "Wir kommen so in Kontakt zur Jugend", sagte Laufer.

Arminia setzt auf die Jugendarbeit

Die Arminia könne sich "nicht einfach einen Messi kaufen", sondern setze auf die eigene Jugendarbeit. Und das durchaus erfolgreich: In diesem Jahr hätten erstmals acht eigene Nachwuchsspieler auf dem Rasen gestanden.

Doch der Profi-Fußball sei nicht alles, was die Arminia ausmache, betonte der Präsident. So gebe es eine durchaus erfolgreiche Eiskunstlauf-Abteilung wie auch eine Abteilung für den Rollstuhlsport: "Soziales Engagement gehört zu den Aufgaben eines Vereins - und wir erfüllen diese sehr gerne".

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