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Zwei Schulen, ein Schulzentrum: Wichtig ist der Verwaltung und der Schulleitung, dass neben dem Gymnasium auch die Gesamtschule mit „einem eigenen Gesicht“ entsteht. Dennoch soll der Komplex natürlich auch eine Einheit darstellen. - © Roland Thöring
Zwei Schulen, ein Schulzentrum: Wichtig ist der Verwaltung und der Schulleitung, dass neben dem Gymnasium auch die Gesamtschule mit „einem eigenen Gesicht“ entsteht. Dennoch soll der Komplex natürlich auch eine Einheit darstellen. | © Roland Thöring

Verl Neues Raumkonzept für die Gesamtschule soll schnell umgesetzt werden

Das Raum- und Funktionsprogramm für die Gesamtschule wurde am Mittwochabend im Bildungsausschuss vorgestellt. Vor 2021 wird die neue Gesamtschule aber nicht fertig sein

Natalie Gottwald
19.01.2018 | Stand 18.01.2018, 17:43 Uhr

„Wir planen einen großen Bau", kündigte Heribert Schönauer am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport, Kultur und Generationen an. Nur ein einziger großer Punkt stand auf der ersten Tagesordnung des Jahres: das Raum- und Funktionsprogramm für die Gesamtschule.

Dafür müssen die Bestandsgebäude von Haupt- und Realschule umfassend umgebaut und zum Teil auch abgerissen werden. Für das neue Raumkonzept stimmten die Kommunalpolitiker einstimmig.

Außen soll sich die Gesamtschule so gut darstellen wie das Gymnasium

Nach außen und innen solle sich die Gesamtschule, die am 1. August 2013 mit 145 Schülern startete und aktuell fünf- bis sechszügig 762 Schüler beherbergt, künftig genauso gut darstellen wie das benachbarte Gymnasium.

Wird wohl künftig überflüssig: Die Aula der Realschule wird der Zusammenführung der Hauptschule und der Realschule zu einer großen, repräsentativen Gesamtschule wohl zum Opfer fallen. Das Pädagogische Zentrum soll im Gegenzug multifunktional nutzbar gemacht und attraktiver gestaltet werden. - © Roland Thöring
Wird wohl künftig überflüssig: Die Aula der Realschule wird der Zusammenführung der Hauptschule und der Realschule zu einer großen, repräsentativen Gesamtschule wohl zum Opfer fallen. Das Pädagogische Zentrum soll im Gegenzug multifunktional nutzbar gemacht und attraktiver gestaltet werden. | © Roland Thöring

„Und das wird kein einfacher Weg", machte Heribert Schönauer die Beeinträchtigungen deutlich, die Lehrer und Schüler während der Bauzeit, die mit „einer OP am offenen Herzen vergleichbar ist", werden hinnehmen müssen. „Aber es wird sich lohnen", ist auch Schulleiterin Tanja Heinemann überzeugt, die in der Sitzung die „tolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt als Schulträger und der Schule" lobte.

Beim Projekt ,Aus zwei mach eins‘ könnte Verl Vorreiter werden

Mit um die 1.000 Schüler habe die Gesamtschule in absehbarer Zukunft zu rechnen, stellte Ulrike Lexis vom Büro Dr. Garbe & Lexis aus Leverkusen die prognostizierten Schülerzahlen vor. Und die sollen in insgesamt 33 Klassenräumen und neun Kursräumen unterrichtet werden, die alle eine Mindestgröße von 60 Quadratmetern haben sollen.

„Überall im Land sind die Kommunen und Schulen derzeit mit dem gleichen Thema beschäftigt: dem Umbau von Haupt- und Realschulen in Gesamtschulen", sagte Lexis. „Im Vergleich zu den Nachbarn liegt Verl mit dem Projekt allerdings gut in der Zeit und könnte ein gutes Beispiel werden für andere."

Ergebnislos habe sie im Internet nach Bildern gesucht, die als Modelle oder Beispiele für ein solches Bauprojekt im Sinne von „Aus zwei mach eins" fungieren könnten. „Ich habe nichts gefunden. Vielleicht kann Verl hier wirklich Vorreiter werden."

Das vorgestellte Raumkonzept kommt an

Fraktionsübergreifend wurde das vorgestellte Raumkonzept begrüßt und vor allem die Tatsache, „dass nun endlich Bewegung reinkommt in das Thema", wie Hedwig Rottmann (SPD) sagte, der besonders das Thema Barrierefreiheit noch ein Anliegen war.

„Unser oberstes Ziel ist, dass wir eine barrierearme Schule schaffen – barrierefrei werden wir wohl nicht hinkriegen", so Schönauer, der sich auch zum weiteren Zeitplan äußerte: „Am 15. Februar wird das Raumkonzept abschließend im Rat behandelt. Dann wird mit dem Bauausschuss das Vergabeverfahren besprochen. Dort gibt es zwei Möglichkeiten: ein Architektenauswahlverfahren oder ein Architekten-Wettbewerb."

Für die Architekten sei die Planung im Bestand mit den detaillierten Vorgaben und Wünschen eine echte Herausforderung. „Wir sollten uns hier für die Planung etwas mehr Zeit lassen und uns intensive Gedanken machen", plädierte Schönauer für Gründlichkeit.

Beim Bauen im Bestand wisse man außerdem nie, was passiere. Realistisch seien aus seiner Sicht ein erster Spatenstich im Jahr 2019 und eine Bauzeit von rund zwei Jahren.

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