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Die Schüler des Kurses "Darstellen und Gestalten" sowie Schulleiterin Tanja Heinemann (l.), AG-Leiter Nicolai Domscheit (r.) und die Organisatorin der Europawoche an der Gesamtschule, Natalia Paris (hinten, 2. v. r.). - © Foto: Karin Prignitz||
Die Schüler des Kurses "Darstellen und Gestalten" sowie Schulleiterin Tanja Heinemann (l.), AG-Leiter Nicolai Domscheit (r.) und die Organisatorin der Europawoche an der Gesamtschule, Natalia Paris (hinten, 2. v. r.). | © Foto: Karin Prignitz||

Verl Verler Gesamtschüler wollen Demokratie erlebbar machen

Siebtklässler des Kurses "Darstellen und Gestalten" setzen sich mit dem Begriff Partizipation auseinander.

Karin Prignitz
21.03.2017 | Stand 21.03.2017, 10:22 Uhr

Verl. Die Gesamtschule Verl gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs "Europawoche 2017". Aus allen Bewerbungen sind von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen 80 Projekte von Schulen, Städten, Vereinen und Organisationen ausgewählt worden. Sie alle bekommen anlässlich der Europawoche vom 5. bis zum 14. Mai 2017 ein Preisgeld in Höhe von jeweils bis zu 2.000 Euro aus Landesmitteln.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Europawoche steht der soziale und digitale Wandel. "Unter den Wettbewerbseinsendungen finden sich von der klassischen Podiumsdiskussion über Kunstausstellungen bis hin zur Themenwerkstatt eine ganze Reihe verschiedener Formate", das hatte Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense mitgeteilt. Lersch-Mense hob lobend hervor, dass sich viele Projekte "mit bemerkenswertem Einfallsreichtum mit dem Abbau von Vorurteilen und den Herausforderungen in einem multikulturellen Europa des 21. Jahrhunderts auseinandersetzen".

Das Projekt der Gesamtschule Verl ist mit dem Titel "Kommunikationsorientiertes Projekt zum Auf- und Ausbau von Schülervertretungsstrukturen und gesellschaftlicher Partizipation" überschrieben. Dahinter stecke das Ziel "Demokratie erlebbar und erfahrbar zu machen", erläuterten die Organisatorin der Europawoche an der Gesamtschule, Natalia Paris, und AG-Leiter Nicolai Domscheit. Beteiligt sind 17 Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe des Kurses "Darstellen und Gestalten". Darunter sind auch die Schülersprecher.

"Themen, die die Schüler unmittelbar betreffen"

Das Fördergeld wird direkt in das Projekt fließen. Noch in dieser Woche soll es starten. Schon gut ein Dreivierteljahr vorher hatten die Pädagogen eine Menge Vorarbeit geleistet. "Da muss im Vorfeld vieles ineinandergreifen, das ist schon enorm", lobte Schulleiterin Tanja Heinemann den Einsatz von Natalia Paris und Nicolai Domscheit. Materialien waren ausgewählt und die Unterrichtseinheiten strukturiert worden. Den Schülern solle deutlich gemacht werden, "was ihre Stimme in der Gesellschaft zählt", erläuterte Natalia Paris. "Schüler sind die Träger des gesellschaftlichen Wandels."

Politische Bildung und der künstlerische Aspekt sollen die Themenbereiche verbinden. Zum einen werden die Siebtklässler Moderationstechniken erlernen und ihre Argumentationsfähigkeit ausbauen. In einem zweiten Schritt soll eine Podiumsdiskussion gestaltet werden.

Inhaltlich wird sich die Gruppe mit den Themen Flucht und Migration, Rassismus und anderen Diskriminierungsformen, unter anderem der Behindertenfeindlichkeit, befassen. "Themen, die die Schüler unmittelbar betreffen", sagt Nicolai Domscheit.

Verschiedene Punkte sollen gesondert herausgearbeitet und anschließend gemeinsam besprochen werden. Politisches Interesse der Jugendlichen sei durchaus da, bestätigte Tanja Heinemann, "aber die Auseinandersetzung damit muss angeleitet werden".

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gesamtschule mit einem Film zum Thema "Integration" beim Wettbewerb "Europawoche" überzeugen können.

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