Zebrastreifen: Diese Freundinnen hatten sich gemeinsam für ein tierisches Kostüm entschieden. Besonders schön: Sogar die Luftgitarre passt zum Outfit. - © Anja Hustert
Zebrastreifen: Diese Freundinnen hatten sich gemeinsam für ein tierisches Kostüm entschieden. Besonders schön: Sogar die Luftgitarre passt zum Outfit. | © Anja Hustert

Verl-Kaunitz Kaunitzer Frauen feiern Karneval mit 70er-Jahre Motto

Tierisch gute Stimmung: Im 44. Jahr verrieten sie dem Publikum auch, warum Männer keine Orangenhaut bekommen

Verl-Kaunitz. 44 Jahre ist es her, dass fünf lustige Frauen aus Kaunitz den FKK - den Frauen-Karneval-Kaunitz - ins Leben gerufen haben. Und diese Schnapszahl ist für die Närrinnen Grund genug, Jubiläum zu feiern. Ganz klar, dass das Motto diesmal lautet "Kurze Röcke, lange Haare, auf in die 70er Jahre!" Viele der 125 Gäste im Kaunitzer Krug haben das Thema gerne aufgegriffen und sich in Schlaghose, Flower-Power-Kleid und Wallehaar-Perücke geschmissen. Und auch die Musikauswahl fällt leicht - gleich zu Beginn werden die Anwesenden in die Hitparade des Jahres 1972 entführt. Mit dabei natürlich Moderator Dieter Thomas Heck, dargestellt von Liesel Kaps. Dass sie dem Schnellsprecher aus dem Zweiten Deutschen Fernsehen in nichts nachsteht, beweist sie im Laufe des Abend gleich mehrmals - besonders in ihrer Paraderolle als Pfarrsekretärin des Pastoralverbundes. Doch zunächst bittet sie natürlich die "Neuvorstellungen" auf die Bühne und die Karnevalistinnen im Saal sehen die Mitwirkenden der Karnevalsgruppe mit einem Potpourri an Schlagern - Andreas Netenjakob als Katja Ebstein mit "Theater, Theater" ebenso wie Janine Schütte alias Jürgen Drews mit "Ein Bett im Kornfeld" - Roland Kaiser, Mireille Mathieu, Chris Roberts und Rex Gildo sind auch dabei. Im Saal wird mitgesungen, geklatscht - super Stimmung von Anfang an. "Wir haben Euch hier vorne extra Platz zum Tanzen gelassen", ruft Christa Netenjakob, und spätestens als Margarete Apelmeier als Gloria Gaynor auf die Bühne tritt und "I am what I am" singt, ist der Platz vor der Bühne voll und die Tische hinten sind leer. Nur zu den Sketchen setzen sich die bunt gekleideten Damen wieder auf ihre Plätze, um nicht zu verpassen, wie Elke Peterhanwahr als Autofahrer von seiner Ehefrau Verena Nolte bei einer Fahrzeugkontrolle durch Polizist Margarete Apelmeier richtig reingerissen wird, und um zu sehen, wie Gertrud Steinkemper die Sauberkeit im eigenen Heim beim Besuch von Maria Schulte ziemlich übertreibt. "Du hast wohl das Porzellan-Syndrom - Du hast nicht alle Tassen im Schrank", kommentiert diese den Hygienetick ihrer Freundin. "Warum kriegen Männer eigentlich keine Orangenhaut?", fragt Moderatorin Christa Netenjakob kurze Zeit später. Frau weiß die Antwort: "Weil?s einfach sch... aussieht!" Und so singen die FKK-Damen auf der Bühne auch das Lied von der Cellulite - ein echtes Highlight. Gegen Orangenhaut hat Liesel Kaps als Pfarrsekretärin - diesmal als katholische Antwort auf die Gesundheitsreform mit Apotheke im Pfarrbüro - leider auch kein Mittel. Aber sonst kann sie alle Wehwehchen im Ortsteil kurieren - sogar Schlaflosigkeit wegen zu lauter Halloween-Partys der Jungschützen. Und dass Männer wirklich keine Cellulite haben, zeigen die fünf Kaunitzer Wapelburschen. Wer die tanzen sehen will, hat heute Abend ab 19.11 Uhr noch die Gelegenheit - ein paar Karten gibt es noch an der Abendkasse.

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